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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Reisebericht.

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hatten,  und  gingen  dann  weiter  nach  Frankfurt,  um  Hermann
v.  Meyer  kennen  zu  lernen  und  das  prachtvolle  Senkenberg'sche
Museum  in  Augenschein  zu  nehmen.
Weiter  führte  die  Reisenden  ihr  Weg  über  Darmstadt,  wo  sie
zwar  Herrn  Prof.  Kaup  nicht  antrafen,  doch  aber  die  Musealsammlung ­
  und  die  schöne  Klipstein'sche  Sammlung,  die  den  berühmten
Dinotheriumschädel  enthält,  sahen,  nach  Heidelberg.  Geheimrath
Leonhard,  Hofrath  Bronn  und  Prof.  Blum  zeigten  alle  gleiche
Theilnahme  für  den  Zweck  ihrer  Sendung;  bei  letzterem  sahen  sie
die  wohl  reichste  Sammlung  von  Psemlomorphosen,  die  existirt.
Von  Darmstadt  begaben  sie  sich  über  Strassburg  und  Freiburg
nach  Basel;  in  erster  Stadt  befindet  sieb  ein  sehr  gut  geordnetes
Museum  mit  naturhistorischen  Sammlungen  aller  Art.  Leider  trafen
sie  Schimper,  der  gegenwärtig  als  Nachfolger  von  Yolz  Custos
an  demselben  ist,  nicht  an,  ebenso  war  Herr  Professor  Braun  aus
Freiburg  abwesend.
Aus  dem  badischen  Oberlande  ging  es  weiter  in  die  Schweiz.
Auch  hier  waren  zu  ihrem  grossen  Bedauern  viele  der  berühmtesten
Geologen  dieses  interessanten  Landes  vom  Hause  entfernt  ;  doch  sahen
sie  alle  wichtigeren  Museen,  und  konnten  dom  regen  wissenschaftlichen ­
  Sinne  der  Bevölkerung  ,  der  selbst  in  den  kleinsten  Städten
wissenschaftliche  Anstalten  von  höchster  Bedeutung  ins  Leben  gerufen
hat,  ihre  Bewunderung  nicht  versagen.  In  Basel  begleitete  Herr
Rathsherr  P.  Meria  n  beide  Herren  in  das  unter  seiner  Leitung  stehende ­
  Museum;  die  Sammlungen  wurden  eben  in  ein  neues,  sehr
schönes  und  weitläufiges  Gebäude,  dessen  Erbauungskosten  durch
eine  Subscription  unter  den  reichen  Baseler  Bürgern  gedeckt  waren,
übertragen.  InSolothurn  ist  durch  Prof.  II  ugi’s  Verdienst  ein  Museum
entstanden,  dem  er  seihst  als  Custos  versteht;  die  Fossilien  des  Portland, ­
  welche  Formation  sie  in  den  ausgedehnten  Steinbrüchen,  dicht
an  der  Stadt,  studiren  konnten,  findet  man  hier  in  bewunderungswürdiger ­
  Schönheit  und  Vollständigkeit.  In  Neufchatel  hat  leider  die
vor  Kurzem  zur  Regierung  gelangte  radicale  Partei  die  vormals  so
blühende  Akademie  der  Wissenschaften  aufgelöst.  Ein  Guioz,
Martin  u.  A.  verliessen  in  Folge  dessen  die  Stadt,  und  ebenso  ist
jede  Aussicht  abgesperrt,  Agassiz  dahin  zurückkehren  zu  sehen,
doch  gewährte  das  prachtvolle  Museum,  das  unter  Coulon’s  umsichtsvoller ­
  Leitung  steht,  viel  Genuss;  auch  machten  die  Reisenden
            
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