IIaidinger. Eigenthümliche Varietät von Talk.
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solche verdient sie doch gekannt und vorzüglich auch benannt zu
werden. Man wird sie nicht mit Unrecht die schalig-stängliehe
Die beifolgenden Skizzen zeigen
Fig. 1 die Ansicht von der
Seite, Fig. 2 den Querschnitt derselben
Das Ganze ist ein unregelmässiges
Gangtrum des gewöhnlichen
blass - apfelgrünen Talks,
stänglich zwischen Salband A und
Salband B. Die einzelnen Theile
a, b, c, d folgen manchmal einer
Hauptrichtung, indem sie sehr
stumpfe Winkel mit einander bilden,
öfters sind die Winkel schärfer;
das Ganze sieht etwas unregelmässig
gefalteter Wäsche ähnlich.
Der Querbruch Fig. 2, ist nur
durch eine Art von Zerreissen ganz
unregelmässig zu erhalten. Er zeigt
die parallel auf einander folgenden
Talkblätter aber auch die dreiseitigen
Querschnitte, welche von je dreien derselben hervorgebracht
werden. Durch den Bruch in der Richtung der stänglichen Zusammensetzungsstücke
löst sich am Ende das Ganze in unregelmässige
dreiseitig keilförmige Bruchstücke auf. Innerhalb der stänglichen
Zusammensetzung beginnt die schalige, man kann sie also
wohl, indem man vom Individuum ausgeht, schalig-stänglieh
nennen. Auf eine ähnliche Zusammensetzung, aber eine körnige
aus schaligen Blättern, also eine schalig-körnige, hat bereits
Schaf fhäutl >) an dem Chromglimmer aufmerksam gemacht. Tlieilbare
Individuen bis zur Grösse eines Viertelzolles häufig zu Körpern
gruppirt, welche schiefen Prismen ähnlich wird, und deren Flächen
alle Theilbarkeit zeigen. Er hat an denselben selbst eine Art von
Gleichmässigkeit der Winkel bemerkt, indem eine Fläche als Basis
Zusammensetzung nennen.
') Wühler und Liebig’s Annalen XLVI. pag. 325.