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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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F  enz  1.  Antrag  bezüglich

des  tropischen  und  subtropischen  America  beschäftiget,  bin  ich  bereits
so  weit  fortgeschritten,  dass  die  Flora  Mexico’s,  Central-America's,
Neu-Granada’s  und  Chili's  in  Angriff  genommen  werden  könnte,  fehlte
mir  nicht  beinahe  Alles,  was  aus  Peru  seit  den  Zeiten  Ruiz  und
Pavons  bekanntgeworden  und  mittlerweile  von  Reisenden  aus  diesem
in  naturhistorischer  Beziehung  höchst  interessanten  Lande  nachgebracht ­
  worden  ist.
Nachdem  der  Wissenschaft  durch  Hooker  eine  Flora  des  arctischen
  subarctischen  Theiles  von  Nord-America,  durch  Nuttal
Torrey  und  Gray  die  des  mittleren  bis  an  die  Grenzen  Mexico's,
durch  Ramon  de  la  Sagra  die  der  grösseren  Antillen,  durch  Bent
  h  a  m  jene  Surinams,  durch  Endlicher  und  M  a  r  t  i  u  s  die  Brasiliens, ­
  tlieils  vollendet  theils  in  rascher  Fortsetzung  begriffen  ,  geliefert ­
  worden,  entbehren  wir  bis  zur  Stunde  einer  Übersicht  über  Alles,
was  in  botanischer  Beziehung  über  die  Pflanzenschätze  der  dazwischen ­
  liegenden  Landstrecken  geliefert  wurde.  Das  Bedürfniss
eines  diese  Lücke  in  der  botanischen  Literatur  ausfüllenden  Compendiums
  ist  bereits  so  fühlbar  und  laut  ausgesprochen  worden,  dass
es  in  der  That  zu  einer  nöthigenden  Aufgabe  jener  Fachmänner
geworden  ist,  die  im  Besitze  eines  solcher  Arbeit  entsprechenden
Materiales  sich  befinden,  Hand  ans  Werk  zu  legen.
Bei  dem  Umfange  eines  solchen  Unternehmens,  das  die  Kräfte
und  Mittel  eines  Einzelnen  jetzt  schon  übersteigt,  kann  es  keinem
Zweifel  unterliegen,  dass  nur  die  kräftige  Unterstützung  von  Seite
einer  Akademie,  theils  durch  Herbeischaffung  des  Fehlenden,  theils
durch  Gewinnung  tüchtiger  Mitarbeiter  die  Ausführung  eines  solchen
Planes  ermöglichen  könne.  Unsere  Museen  und  Bibliotheken  bergen
bereits  einen  reichen  Schatz  des  zu  benöthigenden  Materiales,  ihre
Hülfsmittel  reichen  aber  aus  leicht  begreiflichen  Gründen  nicht  hin,
den  Special-Erfordernissen  zu  genügen,  die  ein  solches  Unternehmen
dringend  erheischt,  ln  einem  solchen  Falle  befindet  sich  nun  eben
der  Antragsteller,  dem  einerseits  die  Gelegenheit  geboten  ist,  sein
Materiale  auf  die  genügendste  Weise  durch  den  Ankauf  des  peruanischen ­
  Herbars  des  berühmten  deutschen  Reisenden  und  Gelehrten
Poeppig  zu  Vervollständigen,  andererseits  er  durch  ein  Entgehen
dieser  unschätzbaren  Sammlung  sich  genöthigt  sehen  würde,
auf  die  Ausführung  seines  Unternehmens  für  immer  zu  verzichten,
Er  fühlt  sich  bei  einer  solchen  Lage  im  Interesse  der  Wissenschaft
            
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