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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Martin.  Bericht  über  seine

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Porträts  anzuwendende  Fixation.  Bei  Vedutten,  welche  man  im
Copirrahmen  überkräftig  werden  lässt,  siedet  man  die  Natronlösung
VIII  und  gibt  das  Bild  schnell  hinein,  es  erhält  dadurch  nach  Vollendung ­
  der  Fixation  besondere  Kraft  und  der  lichte  Grund  wird  gelblich
gefärbt,  was  dem  Bilde  das  Ansehen  eines  Tondruckes  gibt,  während
die  Färbung  des  Bildes  selbst  dunkelsepia,  ja  oft  sammtschwarz  wird.
Den  Ton  in  einer  bestimmten  Niiance  bat  man  vor  der  Hand  nicht  so
ganz  in  seiner  Macht.  Vedutten,  kalt  tixirt  wie  früher  die  Porträte,
dürfen,  wie  gesagt,  nicht  gar  so  lange  wie  hei  der  heissen  Fixation
im  Copirrahmen  exponirt  werden,  und  erhalten  dann  eine  purpurbraune
Farbe  mit  weissen  Lichtern.  Das  Auswaschen  mitWasser  zum  Schlüsse
der  Operation  ist  auch  hei  Vedutten  sehr  wesentlich.  Die  Natronlösung
  kann  neu  (iltrirt  oft  gebraucht  werden,  wenn  sie  auch  braun
geworden  ist.
26.  Das  nach  dem  Waschen  vollkommen  ah-  und  ausgetrocknete
Bikl  wird  auf  einem  Carton  aufgeklebt  und  die  Porträte  von  einem
Maler  nachgebessert,  die  Vedutten  bedürfen  keiner  Nachbesserung,
mit  Ausnahme  der  Deckung  kleiner  weisser  Tupfen,  die  unvermeidlich ­
  sind  und  wodurch  das  Bild,  wie  die  Künstler  sagen,  ruhiger
wird.  Die  Farbe  mischt  man  aus  Neutralblau,  Karmin  und  Sepia.
Zuletzt  glättet  man  das  Bild  vorsichtig  mit  einem  Falzbein  oder  einem
breiten  Acliatstein.
Als  allgemeine  Bemerkungen  füge  ich  noch  hinzu,  dass  man  die
höchste  Reinlichkeit  beobachte,  die  Natrontassen  nie  zu  anderen
Zwecken  gebrauche,  oder  sie  sehr  sorgfältig  auswasche;  dass  die
Tasse  zum  Hervorrufen  zuletzt  vor  dem  Gebrauche  mit  destillirtem
Wasser  ausgewaschen  werden  müsse,  dass  man  alle  Operationen,  mit
Ausnahme  der  Expositionen,  im  dunklen  Zimmer  machen  müsse,  und
dass  die  beiden  Methoden  für  positive  und  negative  Bilder,  wie  sie
beschrieben  sind,  unmittelbar  vor  der  Anwendung  durchgeführt  werden ­
  müssen,  was  hei  Porträts  gar  nichts  genirt,  bei  Vedutten  aber
wohl  erfordert,  dass  man  das  Papier  dort  präparirt,  wo  man  das  Bild
aufnimmt.  In  meiner  späteren  Versuchsreihe  werde  ich  mich  mit  der
Untersuchung  der  Bedingungen  befassen,  unter  welchen  man  der
Präparation  und  Exposition  hei  der  nassen  Blanquart'schen  Methode
längere  Zeit  verstreichen  lassen  darf.  Für  eine  trockene  Methode
findet  man  Auskunft  in  meinem  Repertorium  Bd.  1,  S.  93.  Durch
Anwendung  des  Blanquart’schen  Glases  kommt  das  Papier  um  die
            
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