Martin. Bericht über seine
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Porträts anzuwendende Fixation. Bei Vedutten, welche man im
Copirrahmen überkräftig werden lässt, siedet man die Natronlösung
VIII und gibt das Bild schnell hinein, es erhält dadurch nach Vollendung
der Fixation besondere Kraft und der lichte Grund wird gelblich
gefärbt, was dem Bilde das Ansehen eines Tondruckes gibt, während
die Färbung des Bildes selbst dunkelsepia, ja oft sammtschwarz wird.
Den Ton in einer bestimmten Niiance bat man vor der Hand nicht so
ganz in seiner Macht. Vedutten, kalt tixirt wie früher die Porträte,
dürfen, wie gesagt, nicht gar so lange wie hei der heissen Fixation
im Copirrahmen exponirt werden, und erhalten dann eine purpurbraune
Farbe mit weissen Lichtern. Das Auswaschen mitWasser zum Schlüsse
der Operation ist auch hei Vedutten sehr wesentlich. Die Natronlösung
kann neu (iltrirt oft gebraucht werden, wenn sie auch braun
geworden ist.
26. Das nach dem Waschen vollkommen ah- und ausgetrocknete
Bikl wird auf einem Carton aufgeklebt und die Porträte von einem
Maler nachgebessert, die Vedutten bedürfen keiner Nachbesserung,
mit Ausnahme der Deckung kleiner weisser Tupfen, die unvermeidlich
sind und wodurch das Bild, wie die Künstler sagen, ruhiger
wird. Die Farbe mischt man aus Neutralblau, Karmin und Sepia.
Zuletzt glättet man das Bild vorsichtig mit einem Falzbein oder einem
breiten Acliatstein.
Als allgemeine Bemerkungen füge ich noch hinzu, dass man die
höchste Reinlichkeit beobachte, die Natrontassen nie zu anderen
Zwecken gebrauche, oder sie sehr sorgfältig auswasche; dass die
Tasse zum Hervorrufen zuletzt vor dem Gebrauche mit destillirtem
Wasser ausgewaschen werden müsse, dass man alle Operationen, mit
Ausnahme der Expositionen, im dunklen Zimmer machen müsse, und
dass die beiden Methoden für positive und negative Bilder, wie sie
beschrieben sind, unmittelbar vor der Anwendung durchgeführt werden
müssen, was hei Porträts gar nichts genirt, bei Vedutten aber
wohl erfordert, dass man das Papier dort präparirt, wo man das Bild
aufnimmt. In meiner späteren Versuchsreihe werde ich mich mit der
Untersuchung der Bedingungen befassen, unter welchen man der
Präparation und Exposition hei der nassen Blanquart'schen Methode
längere Zeit verstreichen lassen darf. Für eine trockene Methode
findet man Auskunft in meinem Repertorium Bd. 1, S. 93. Durch
Anwendung des Blanquart’schen Glases kommt das Papier um die