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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

photographischen  Versuche.

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18.  Abtrocknen.
19.  Schwimmenlassen  auf  der  Flüssigkeit  Nr.  7  durch  2
Minuten.
20.  Abtrocknen.
21.  Operationen  17  bis  20  wiederholt.
22.  Das  Papier  wird  sorgfältig  abgetrocknet,  indem  man  ein
neues  Löschpapier  darauf  legt,  welches  man  durch  häufiges  Streichen
fest  an  das  feuchte  Papier  andrückt,  denn  wenn  das  Copirpapier  nicht
sehr  abgetrocknet  ist,  überträgt  es  Chlorsilber  auf  das  negative  Bild
und  erzeugt  dort  Flecken,  welche  spätere  Abdrücke  verderben.  Das
Papier  ganz  getrocknet  zu  gebrauchen  wäre  vorzuziehen,  wenn
nicht  das  etwas  feuchte  Papier  empfindlicher  wäre,  wodurch  die  Operation ­
  beschleuniget  und  das  Bild  überhaupt  schöner  wird.
23.  Man  legt  das  Copirpapier  auf  eine  Spiegelplatte  mit  der
präparirten  Seite  nach  aufwärts,  darauf  wird  das  negative  Bild  mit
der  Bildfläche  nach  abwärts  so  gelegt,  dass  das  Copirpapier  ringsum
vorsteht,  zuletzt  legt  man  die  zweite  reine  Spiegelplatte  oben  auf
und  gibt  das  Ganze  in  den  Copirrahmen,  so  dass  das  negative  Bild
frei  dem  Lichte  ausgesetzt  werden  kann,  während  der  Copirrahmen
von  unten  durch  ein  Brett  oder  schwarzes  Papier  gegen  das  Eindringen
des  Lichtes  geschützt  sein  muss.
24.  Exposition  im  Lichte  nach  Massgabe  der  Kraft  des  negativen
Bildes:  Im  Sonnenlichte  7—12  Minuten,  im  zerstreuten  Tageslichte
%  Stunden,  wohl  auch  länger;  die  Färbung  des  vorstehenden  Bandes, ­
  der  fast  schwarz  werden  muss,  gibt  einen  Anhaltspunkt,  allein
die  eigentlich  richtige  Zeit  der  Exposition  hängt  auch  davon  ab,  oh
man  später  kalt  oder  heiss  fixirt;  in  letzterem  Falle  muss  sie  länger
dauern,  damit  das  Bild  überkräftig  werde.
25.  Man  nimmt  das  Bild  aus  dem  Copirrahmen  und  legt  es  in
die  kalte  Flüssigkeit  VIII,  wo  es  als  ogieich  röthlichhraun  und  sehr
klar  wird.  Sollte  es  nach  und  nach  alle  Kraft  verlieren,  so  war  die
Zeit  der  Exposition  zu  kurz,  war  es  aber  die  richtige  Zeit  exponirt,
so  bleibt  es  in  gehöriger  Kraft.  Man  lässt  es  eine  halbe  Stunde  bis
zwei  Stunden  in  der  Natronlösung  liegen,  wobei  es  etwas  den  Ton
ändert,  worauf  man  es  herausnimmt,  abtrocknet  und  während  einiger
Stunden  in  zwei-  bis  dreimal  gewechseltem  destillirten  Wasser  sorgfältig ­
  auswäscht,  denn  ein  schlecht  ausgewaschenes  Bild  bleicht  nach
und  verliert  seine  ganze  Kraft.  Dies  ist  die  kalte,  besonders  bei
            
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