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Martin. Bericht über seine
heiss, mit einem Plätteisen hiegelt, so zwar, dass das überflüssige
Wachs herausgezogen wird, wobei aber doch das ganze Bild mit
Wachs durchzogen bleiben muss, weil zu sehr vom Wachs entblösste
Stellen undurchsichtig werden und den reinen Abdruck erschweren,
oder, besser gesagt, verhindern. Hat man bei Porträten hinter der
Person nicht einen sehr hellweissen Hintergrund , welcher auf dem
negativen Bilde vollkommen schwarz ist, so zeichnet man sich die
Contouren des Porträts durch das Fenster noch vor dem Wachsdurchziehen
sehr genau ab, und deckt Alles ausserhalb der Contouren,
was also auf dem positiven Bilde weiss bleiben soll, mit stark
angeriebener Tusche, worauf man nach dem Trockenwerden erst die
Operation des Wachsens vornimmt.
Positive Bilder.
14. Flüssigkeiten:
VI. 168 Gran Kochsalz werden in 20 Loth destillirten Wassers
aufgelöst.
VII. 2 Loth grauer Höllenstein werden in 20 Loth destillirten
Wassers aufgelöst.
VIII. 2 Loth unterschwefeligsaures Natron werden in 20 Loth
destillirten Wassers aufgelöst und mit einer Lösung von
30—40 Gran Höllenstein in 1 Loth Wasser versetzt. Man
giesst die Silbersalzlösung in einem dünnen Strome, unter
immerwährendem Umrühren der Natronlösung, in diese
leztere.
15. Apparate: Vier Porzellantassen, ein Copirralnnen, d. i.
zwei in einen Rahmen einzulegende starke Spiegelgläser, welche
eben in diesem Rahmen entweder durch Schrauben oder auf irgend
eine andere Weise an einander gepresst werden können. Gewöhnlich
befindet sich bei jedem Apparate ein solcher Copirrahmen.
16. Papier: Für positive Bilder ist die Wahl des Papiers nicht
so schwierig; jedes weisse glatte Papier genügt, allein es bleibt nicht
zu läugnen, dass verschiedene Papiersorten auf den Ton der Bilder
Einfluss nehmen. Auch hier muss das Bild auf die glatte Seite
gemacht und das Papier etwas grösser geschnitten werden, als das
negative Bild.
17. Schwimmenlassen auf der Flüssigkeit Nr. 6 durch circa
1% Minuten.