photographischen Versuche.
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Jiild ein- bis zweimal, gleich nach dein Darauflegen, wieder lüftet oder
die Tasse hin und her neigt, damit die Gallussäure sich schnell über die
Bildfläche verbreitet. Hier lässt man das Bild 25 Minuten und oft noch
bedeutend länger, kurz so lange liegen, bis es in allen Theilen überkräftig
ist, was man durch öfteres Ansehen ermittelt.
10. Man nimmt das Bild heraus, legt es in eine andere Tasse,
die Bildfläche nach aufwärts, und giesst einen Löffel voll starken
Weingeist darauf, der alsogleich das Papier bis ins feinste Fäserchen
durchdringt und vollkommen rein und klar macht, worauf man nach
ungefähr einer Minute durch Neigen der Tasse den überflüssigen
Weingeist in einer Ecke ansammeln lässt, um ihn abzugiessen.
11. Man siedet in einem Porzellangefässe die Flüssigkeit Nr. 5,
und giesst sie siedendheiss (bloss warm erfüllt sie nicht ihren Zweck)
in eine Porzellantasse, welche diesen Temperaturwechsel auszuhalten
im Stande ist, worauf man schnell das ganze Bild, noch nass vom
Weingeist, hineinlegt, wobei man aber Acht haben muss, sich die
Finger nicht zu verbrennen. Bequemer ist es, das Natron gleich über
das in der Tasse liegende Bild zu giessen, was aber einige Achtsamkeit
erfordert, weil dort wo der Strahl auflallt, leicht Flecken entstehen.
Man lässt das Bild nach Umständen, das heisst nach Massgabe
seiner Kraft, eine bis zwei Minuten darin liegen, während man es mit
einem Hölzchen lüftet und durch Anfassen am Rande im Natron
bewegt, kurz auf irgend eine Weise Sorge trägt, dass es ja von
oben und unten vom Natron durchdrungen wird.
12. Man nimmt das Bild aus der heissen Natronlösung heraus,
trocknet es mit Löschpapier etwas ah und legt es noch ganz feucht
in destillirtes Wasser, was man ein- bis zweimal wechselt, worauf
es nach einer halben Stunde herausgenommen, abgetrocknet und
durch Liegenlassen ganz ausgetrocknet wird. Die in Nr. 11 gebrauchte
Natronlösung wird schmutzigbraun, bekommt, besonders
wenn man sie lange in der Tasse lässt, einen starken Niederschlag;
allein trotz dem ist die Lösung sehr oft zu gebrauchen, nur muss
man sie vor dem Gebrauche filtriren.
13. Man schmilzt weisses Wachs und gereinigtes Unschlitt
(z. B. Hirschunschlitt) zu gleichen Theilen in einer Abdampfschale,
streicht diese Mischung mittelst eines breiten Borstenpinsels nicht
zu heiss (weil sonst der Pinsel verbrennt) auf die Rückseite des Bildes,
welches man später zwischen Löschpapier, ebenfalls nicht zu
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