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Martin. Bericht über seine
andern Hand von rückwärts bei der diagonal entgegengesetzten Ecke,
und legt es noch ganz nass mit der nassen Seite auf das eine, mit
destillirtem Wasser gut abgewascliene und abgetrocknete Spiegelglas,
gerade so, als wäre dieses eine Flüssigkeit und man wollte das Papier
darauf schwimmen lassen. Durch Adhäsion haftet das Papier ganz
flach auf dem Glase, und das richtige Auflegen gelingt nach einiger
Übung vollkommen, ohne dass man an dem Papiere zerren und
rücken darf, wobei es leicht zerreisst. Liegt es nicht richtig, so hebt
man es lieber nochmals ab und versucht es neuerdings aufzulegen.
7. Das Blanquart’sche Glas mit dem adhärirenden Papier wird
in den Rahmen mit der Glasseite gegen den Schieber gelegt; darauf
kommt ein ganzes Quartblatt Löschpapier, welches man durch Darauflegen
des zweiten Spiegelglases gewissermassen in den Rahmen
hineinklemmt, und worauf man den Rahmen mittelst des Brettchens
seliliesst. Das Löschpapier wird darum zwischen die beiden Gläser
gelegt, weil man mittelst der selbst vor das Brettchen vorstehenden
Ränder das zweite Glas von der Rückseite des photographischen
Papiers nach der Exposition abhebt, was sonst, da das photographische
Papier nass ist, Schwierigkeiten macht; zugleich saugt dieses
Löschpapier die an den Rändern sich ansammelnde Flüssigkeit auf,
wodurch man reinlicher zu arbeiten im Stande ist.
8. Exposition in der Camera: Die Zeitdauer derselben hängt
natürlich von der Beleuchtung und der Lichtstärke des Apparates
ab. Bei Voigtländers Apparat Nr. 19 braucht man für ein Porträt im
Zimmer, bei schöner Beleuchtung, 25—30 Secunden; zur Aufnahme
eines von der Sonne beschienenen Gebäudes, mit der vorderen
eigens dazu vorgerichteten Linse desselben Apparates, 20 Secunden.
9. Man hebt mittelst des am Rahmen vorstehenden Löschpapires
das Brettchen und das zweite Glas vom Rahmen ah, nimmt das
Blanquart’sche Glas mit dem adhärirenden Papier heraus, und giesst
ungefähr einen Esslöffel voll Gallussäure (Flüssigkeit Nr. 3) in eine
Porzellantasse, fasst das Papier wieder bei zwei diagonal entgegengesetzten
Ecken, hebt es vom Glase ab und legt es auf die Gallussäure,
gerade so als wollte man es schwimmen lassen, mit der
präparirten und bereits belichteten Seite nach abwärts. Das Papier
ist noch nass, und die Gallussäure benetzt bei einiger Vorsicht alsogleicli
das ganze Bild, was wichtig ist, weil sonst leicht Flecken
entstehen, was man wohl auch dadurch verhindern kann, dass man das