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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Martin.  Bericht  über  seine

andern  Hand  von  rückwärts  bei  der  diagonal  entgegengesetzten  Ecke,
und  legt  es  noch  ganz  nass  mit  der  nassen  Seite  auf  das  eine,  mit
destillirtem  Wasser  gut  abgewascliene  und  abgetrocknete  Spiegelglas,
gerade  so,  als  wäre  dieses  eine  Flüssigkeit  und  man  wollte  das  Papier
darauf  schwimmen  lassen.  Durch  Adhäsion  haftet  das  Papier  ganz
flach  auf  dem  Glase,  und  das  richtige  Auflegen  gelingt  nach  einiger
Übung  vollkommen,  ohne  dass  man  an  dem  Papiere  zerren  und
rücken  darf,  wobei  es  leicht  zerreisst.  Liegt  es  nicht  richtig,  so  hebt
man  es  lieber  nochmals  ab  und  versucht  es  neuerdings  aufzulegen.
7.  Das  Blanquart’sche  Glas  mit  dem  adhärirenden  Papier  wird
in  den  Rahmen  mit  der  Glasseite  gegen  den  Schieber  gelegt;  darauf
kommt  ein  ganzes  Quartblatt  Löschpapier,  welches  man  durch  Darauflegen ­
  des  zweiten  Spiegelglases  gewissermassen  in  den  Rahmen
hineinklemmt,  und  worauf  man  den  Rahmen  mittelst  des  Brettchens
seliliesst.  Das  Löschpapier  wird  darum  zwischen  die  beiden  Gläser
gelegt,  weil  man  mittelst  der  selbst  vor  das  Brettchen  vorstehenden
Ränder  das  zweite  Glas  von  der  Rückseite  des  photographischen
Papiers  nach  der  Exposition  abhebt,  was  sonst,  da  das  photographische ­
  Papier  nass  ist,  Schwierigkeiten  macht;  zugleich  saugt  dieses
Löschpapier  die  an  den  Rändern  sich  ansammelnde  Flüssigkeit  auf,
wodurch  man  reinlicher  zu  arbeiten  im  Stande  ist.
8.  Exposition  in  der  Camera:  Die  Zeitdauer  derselben  hängt
natürlich  von  der  Beleuchtung  und  der  Lichtstärke  des  Apparates
ab.  Bei  Voigtländers  Apparat  Nr.  19  braucht  man  für  ein  Porträt  im
Zimmer,  bei  schöner  Beleuchtung,  25—30  Secunden;  zur  Aufnahme
eines  von  der  Sonne  beschienenen  Gebäudes,  mit  der  vorderen
eigens  dazu  vorgerichteten  Linse  desselben  Apparates,  20  Secunden.
9.  Man  hebt  mittelst  des  am  Rahmen  vorstehenden  Löschpapires
  das  Brettchen  und  das  zweite  Glas  vom  Rahmen  ah,  nimmt  das
Blanquart’sche  Glas  mit  dem  adhärirenden  Papier  heraus,  und  giesst
ungefähr  einen  Esslöffel  voll  Gallussäure  (Flüssigkeit  Nr.  3)  in  eine
Porzellantasse,  fasst  das  Papier  wieder  bei  zwei  diagonal  entgegengesetzten ­
  Ecken,  hebt  es  vom  Glase  ab  und  legt  es  auf  die  Gallussäure, ­
  gerade  so  als  wollte  man  es  schwimmen  lassen,  mit  der
präparirten  und  bereits  belichteten  Seite  nach  abwärts.  Das  Papier
ist  noch  nass,  und  die  Gallussäure  benetzt  bei  einiger  Vorsicht  alsogleicli
  das  ganze  Bild,  was  wichtig  ist,  weil  sonst  leicht  Flecken
entstehen,  was  man  wohl  auch  dadurch  verhindern  kann,  dass  man  das
            
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