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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

photographischen  Versuche.

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sein  müssen  als  das  Papier  gross  ist,  worauf  man  die  Bilder  macht.
Endlich  ein  Porzellangefäss  sammt  Spirituslampe,  um  das  unterschwefeligsaure
  Natron  siedend  heiss  machen  zu  können,  und  eine
Abdampfschale  um  Wachs  darin  schmelzen  zu  können.
3.  Papier:  Feines,  gleichförmiges  Maschinenpapier,  am  besten
Canson  fr  eres,  von  welchem  man  ein  Stückchen  auf  einige  Minuten ­
  in  Wasser  legt,  es  herausnimmt  und  abtrocknet,  um  die  glatte
Seite  (Filzseite)  von  der  rauhen  (Siebseite)  unterscheiden  und  das
Ganze  darnach  bezeichnen  zu  können,  denn  das  Bild  muss  immer
auf  der  glatten  Seite  gemacht  werden.  Ein  geübtes  Auge  erkennt
übrigens  die  glatte  Seite,  ohne  das  Papier  zu  netzen.
4.  Man  giesst  Flüssigkeit  Nr.  1  und  2,  jede  für  sich,  in  zwei
vom  Staube  vollkommen  gereinigte,  ziemlich  horizontal  gestellte
Porzellantassen.
5.  Man  nimmt  ein  Blatt  Papier,  welches  um  eine  Linie  kleiner
geschnitten  ist  als  das  Blanquart’sche  Glas,  fasst  es  bei  zwei  diagonal ­
  entgegengesetzten  Ecken,  die  glatte  Seite  nach  abwärts,  und
hält  es  so,  dass  es  sich  durch  seine  eigene  Schwere  in  der  Mitte
senkt,  und  legt  es  dann  langsam  auf  die  Oberfläche  der  Flüssigkeit
Nr.  1,  indem  man  die  beiden  Ecken  ebenfalls  senkt  und  endlich
gänzlich  aus  den  Fingern  lässt.  Nun  schwimmt  das  Blatt  flach  auf
der  Flüssigkeit,  wobei  man  vorzüglich  darauf  Acht  haben  muss,  es
durch  manuelle  Fertigkeit  dahin  zu  bringen,  dass  keine  Luftblasen
zwischen  dem  Papiere  und  der  Flüssigkeit  haften  bleiben.  Nachdem
man  es  so  ungefähr  eine  Minute  liegen  gelassen,  lüftet  man  eine  Ecke
mit  einem  reinen  Hölzchen,  hebt  das  Papier  von  der  Flüssigkeit  ab,
lässt  es  sehr  kurze  Zeit  ablropfcn,  fasst  es  an  einer  zweiten  Ecke
und  legt  es  mit  der  trockenen  Seite  auf  ein  Blatt  Schreibpapier,  und
trocknet  die  nasse  Seite  mit  Löschpapier,  indem  man  dieses  darauf
legt  und  mit  flacher  Hand  darüber  streicht,  damit  alle  überflüssige
Jodkaliumlösung  davon  aufgesaugt  werde.  Ein  zweites  reines  Löschpapier ­
  vollendet  das  Abtrocknen.  —  Ich  habe  hier  die  Methode  des
Schwimmens  und  Abtrocknens  genau  beschrieben,  und  werde  später,
so  oft  sich  diese  Operationen  wiederholen,  die  Beschreibung  weglassen ­
  ,  indem  ich  auf  den  gegenwärtigen  Paragraph  verweise.
6.  Man  lässt  die,  durch  Operation  Nr.  5  mit  Jodkalium  imprägnirte
  Seite  des  Papiers  auf  Flüssigkeit  Nr.  2  höchstens  12  —  25
Secunden  schwimmen,  hebt  es  bei  einer  Ecke  ab,  fasst  es  mit  der
Sitzb.  d.  mathem.-natunv.  CI.  I.  Bd.

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