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Ma rt i n. Bericht über seine
lange darin lässt. Siedend heisse, unterschwefligsaure Natronlösung
ersetzt das Cyankalium vollkommen, ohne die zerstörende Wirkung
desselben auszuüben. Zuletzt habe ich mich bemüht, die positiven
Bilder stark und kräftig zu erzeugen, wobei die Anwendung vom siedend
heissen unterschwefligsauren Natron, vorzugsweise bei Vedutten,
sehr zu empfehlen ist, wenn man das Bild im Kopirrahmen so
überkräftig werden lässt, dass es vor der Fixation unschön und fast
ohne Nuanfirung erscheint, während nach der Fixation alle Nuancen
in voller Kraft zum Vorschein kommen.
Bei Porträten ist diese Methode weniger anzuwenden; da die
aufgezählten Veränderungen hier isolirt angegeben sind und natürlich
nicht in jede Methode hineinpassen, so erlaube ich mir des Zusammenhanges
willen, und um diesem Aufsatz einen praktischen Werth zu
verleihen, meine Verfahrungsart nach der Reihenfolge der Operationen
näher zu beschreiben.
Negative Bilder.
1. Flüssigkeiten:
1. Ein Lotli Jodkalium wird in 20 Lotli destillirten Wassers
aufgelöst und diese Lösung mit 8—10 Tropfen einer
concentrirten Cyankaliumlösung versetzt.
II. Ein und ein Viertel Lotli grauer Höllenstein wird in 20
Lotli destillirten Wassers aufgelösst und mit ein und
einem halben Lotli sehr starker Essigsäure (Radicalessig)
versetzt.
III. Concentrirte Gallussäurelösung.
IV. Weingeist.
V. Zwei Lotli unterschwefligsaures Natron werden in 20 Lotli
destillirten Wassers aufgelöst.
2. Apparate: Nebst der Camera obscura und den dazu gehörigen
Rahmen , hat man noch zwei Spiegelgläser (Blanquart’sche
Gläser) nöthig, welche beide zugleich in den Rahmen leicht hineinpassen,
und welcher Rahmen so tief im Falz construirt sein muss,
dass auf die zwei hineingelegten Spiegelgläser rückwärts noch ein
Brettchen gelegt werden kann, das so wie der bekannte Schieber
von vorne, den Rahmen gegen das eindringende Licht von rückwärts
absperrt. Ferner vier bis sechs flache , viereckige Porzellantassen
mit */ t Zoll hohem Rand, welche rund herum um etwa 3 / 4 Zoll weiter