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Kreil. Geogr. Längenbestimmung
über die beabsichtigten Versuche vorher nähere Andeutungen zu
erhalten. Herr Bergrath sagt zu, sich hienvegenmit Herrn v. Morlot
in das Einvernehmen setzen zu wollen.
Über den von Herrn Prof. Schrotter ausgesprochenen
Wunsch während des Winters eine wissenschaftliche Reise nach
England unternehmen zu wollen, beschliesst die Classe sich hei der
Gesammtakademie um eine Unterstützung hiezu von 1000 fl. C. M.
zu verwenden, welche in der Folge auch bewilliget wurde.
Sitzung vom 30. November 1848.
Von dem wirkl. Mitgl. Hrn. Universitäts-Sternwarte-Direetor
Carl Kreil zu Prag, ist nachstehender Aufsatz eingegangen: Bestimmung
einiger Längenunterschiede mittelst des
elektro-magnetischen Telegraphen.
Die Benützung der an den Staatseisenhahnen errichteten Telegraphen,
um Längenunterschiede zu messen, wurde von Herrn Baumgartner,
Vicepräsidenten der kais. Akademie, in Anregung gebracht,
welcher mich auch auflorderte, diese Messungen anzustellen.
Ich entsprach um so lieber einer solchen Aufforderung, da eine
wiederholte Bestimmung dieses Elementes für unsere Sternwarte
selbst wünschenswert war und ich hoffen durfte, auch auf meinen
Reisen an Orte zu kommen, wo ich dieses Verfahren, wenn es sich,
wie zu erwarten war, bewahren sollte, in Anwendung bringen könnte.
Ich wendete mich an Herrn Kunes, Assistenten an der Wiener
Sternwarte, dessen Eifer ich aus seinen Dienstleistungen an unserer
Anstalt kannte, mit dem Ersuchen, die Aufzeichnungen im Bahnhofe
zu Wien übernehmen zu wollen, wozu er sich auch sogleich bereit
erklärte.
Bei dem zu unserem Zwecke auzuwendenden Verfahren handelte
es sich vor allem darum, unter den mannigfaltigen Erscheinungen,
welche das Telegraphiren darbietet, jene auszuwählen, welche
einen hinlänglich starken und augenblicklichen Eindruck auf Gesicht
oder Gehör hervorbringen. Für den Beobachter, der den Zeitpunkt,