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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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Parts  ch.

gegen  die  geringen  Vortheile,  die  ihnen  die  Conscription  als  Goldwäscher ­
  sichert,  worunter  die  Befreiung  vom  Militärdienste  für  sie
die  wichtigste  ist,  der  Goldwäscherei  sowohl  in  den  Seifen  von
Olähpiän,  als  in  den  goldreichen  Flüssen  Siebenbürgens,  namentlich
der  Äranyos  und  Maros,  obliegen.  Dies  ist  in  den  Olähpiäner  Goldseifen ­
  vorzüglich  in  nassen  Jahren,  wenn  zugleich  Missernten  eintreten,
  der  Fall.  So  wurde  in  dem  regenreichen  Hungerjahre  1816
ausnahmsweise  die  für  die  dortige  Gegend  ungewöhlich  grosse  Menge
von  1300  Piset  oder  24  Mark  Goldes  gewonnen.
Bei  der  Reise,  die  ich  im  Aufträge  der  k.  k.  Hofkammer  im
Münz-  und  Bergwesen  zur  geognostischen  Erforschung  Siebenbürgens
unternahm,  war  es  eine  der  speciellen  Aufgaben,  die  ich  mir  stellte,
die  Goldseifen  von  Olähpiän,  nach  der  kurz  vorher  gemachten  Entdeckung ­
  der  sibirischen,  einer  genauen  Untersuchung  zu  unterziehen.
Man  meinte,  es  Hessen  sich  da  ähnliche  reiche  Lagerstätten  auffinden.
Ich  habe  es  damals  an  Ort  und  Stelle  nicht  an  Bemühungen  fehlen,
und  auch  an  Plätzen,  die  zu  jener  Zeit  nicht  im  Betrieb  standen,
Abbauversuche  und  Waschproben  vornehmen  lassen.  Das  Resultat
war  aber  überall  dasselbe,  nämlich:  dass  die  Lagerstätte  von  Olähpiän
eine  sehr  arme,  von  den  sibirischen  sowohl  an  Reichthum  als  auch
in  geologischer  Beziehung  verschiedene  sei  und  dass  dem  lebhafteren
Betrieb  der  siebenbtirgischen  Goldseife  sowohl  Wassermangel,  als
auch  die,  Wasserleitungen  erschwerende  Situation  Hindernisse  in
den  Weg  legen.
Zum  Schlüsse  wollen  wir  nach  den  Nachrichten  von  Erman
in  dem  Archive  für  wissenschaftliche  Kunde  von  Russland  (Band  2,
Seite  622  u.  s.  f.)  einen  kurzen  Blick  auf  die  geognostischen  Verhältnisse ­
  des  Waschgoldes  in  Sibirien  werfen,  um  diese  mit  denen
von  Olähpiän,  die  wir  nun  kennen,  vergleichen  zu  können.
In  Sibirien,  namentlich  am  Ural,  sind  die  Schuttlager  ebenfalls
nur  stellenweise  goldhaltig.  Eine  solche  goldhaltige  Stelle  oder  Seife
ist  selten  über  2000  Fuss  lang  und  70  Fuss  breit,  oft  aber  auch  nur
70  Fuss  lang  und  14  Fuss  breit.  Man  findet  gewöhnlich  mehrere  von
ihnen  gruppenweise  beisammen.
Die  Geburtsorte  des  Uralischen  Schuttgoldes  sind  dicht  an  dem
Fundorte  zu  suchen,  und  meist  durch  Zertrümmerung  des  ehemaligen
Ausgehenden  entstanden,  da  die  Gesteinstrümmer  immer  von  Felsen,
die  in  der  Nähe  anstehen,  stammen.  Die  Vertheilung  des  Goldschuttes

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