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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

tank.)!

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Über  die  geognostischen  Verhältnisse  von  Olahpian.

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Wir  müssen  noch  einen  Blick  auf  den  Alluvialboden  der  Gegend
von  Olahpian  werfen.  Die  Diluvialablagerung  des  goldführenden
Sandes  und  Gerölles  fand  vor  der  Thalbildung  Statt.  Was  man  daher
in  der  südlichen  Gegend  von  Olahpian  in  den  Thälern  des  Urfelsgebirges
  von  goldführendem  Schotter  antriift,  ist  aus  dem  höher  liegenden ­
  Diluvialschutlland  durch  Wassergüsse  herabgeführt  worden.
An  einigen  Stellen,  vorzüglich  wo  Wassergräben  in  die  Thal-Ebene
ausmünden,  lohnt  sich  das  Waschen  dieses  Alluvialschotters  mehr
oder  weniger  reichlich.  Unterhalb  der  tertiären,  mit  Diluvialschotter
bedeckten  Hügel  von  Olahpian,  liegt  die  ziemlich  breite  Thal-Ebene
la  Gruetze,  die  gegen  die  Maros  sich  noch  mehr  erweitert.  Man
sieht  da  viele  kleine  Hügel  und  Gruben,  auch  Spuren  eines  alten
Wassergrabens.  Es  muss  hier  in  alten  Zeiten  Gold  gewaschen  worden ­
  sein.  Ein  auf  dieser  Thal-Ebene,  die  ebenfalls  dem  Alluvialboden
angehört,  auf  meine  Veranlassung  unternommener  und  auf  die  Tiefe
von  3  Klaftern,  2%  Schuh  nieder  geführter  Versuchschacht  gab  in
den  ausgehobenen  und  Waschproben  unterzogenen  Sand-  und
Schotterlagen  so  wenig  Goldgehalt,  dass  dieser  Boden,  abgesehen
von  der  Schwierigkeit  der  Wasserzuführung,  für  ganz  unergiebig
erklärt  werden  musste.
Olahpian  ist  der  Ilauptort  des  Seifenbetriebes,  der  noch  12  benachbarte ­
  Ortschaften  beschäftiget.  Von  G32  Göldwäschern,  die  im
Jahre  1826,  in  welchem  ich  Siebenbürgen  bereiste,  in  Olahpian  und
in  den  12  benachbarten  Ortschaften  conscribirt  waren,  befanden  sich
277  in  dem  genannten  Dorfe.  Die  Zahl  der  Goldwäscher  ist  aber  sehr
veränderlich,  da  in  nassen  Jahren  der  Seifenbetrieb  weit  schwunghafter ­
  ist.
Die  Seifenwerke  von  Olahpian  gehören  zu  den  ärmsten,  den
Betrieb  kaum  lohnenden.  Man  gewinnt  in  nassen  Jahren  (trockene
sind  des  dortigen  Wassermangels  wegen  der  Ausbeute  noch  ungünstiger) ­
  höchstens  300  bis  700  Piset  Gold,  oder,  da  fast  34  Piset
(genauer  33 17 / 1()  Piset)  einer  Wiener  Mark  gleich  sind,  9  bis  13
Mark  Goldes.  Eine  sehr  unbedeutende  Ausbeute,  vorzüglich  im  Vergleiche ­
  mit  der  jetzigen  Goldgewinnung  am  Ural  und  am  Altai,  wo
in  einzelnen  Gegenden,  etwa  von  der  Ausdehnung,  wie  jene  von
Olahpian,  oft  mehrere  Pude  Goldes  (das  Pud  oder  40  russische
Pfunde  gleich  29%  Wiener  Pfund)  liefern.  Auch  sind  es  meist  nur
arme  Leute,  gewöhnlich  Zigeuner  oder  sogenannte  Neuhauern,  welche
            
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