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Über die geognostischen Verhältnisse von Olahpian.
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Wir müssen noch einen Blick auf den Alluvialboden der Gegend
von Olahpian werfen. Die Diluvialablagerung des goldführenden
Sandes und Gerölles fand vor der Thalbildung Statt. Was man daher
in der südlichen Gegend von Olahpian in den Thälern des Urfelsgebirges
von goldführendem Schotter antriift, ist aus dem höher liegenden
Diluvialschutlland durch Wassergüsse herabgeführt worden.
An einigen Stellen, vorzüglich wo Wassergräben in die Thal-Ebene
ausmünden, lohnt sich das Waschen dieses Alluvialschotters mehr
oder weniger reichlich. Unterhalb der tertiären, mit Diluvialschotter
bedeckten Hügel von Olahpian, liegt die ziemlich breite Thal-Ebene
la Gruetze, die gegen die Maros sich noch mehr erweitert. Man
sieht da viele kleine Hügel und Gruben, auch Spuren eines alten
Wassergrabens. Es muss hier in alten Zeiten Gold gewaschen worden
sein. Ein auf dieser Thal-Ebene, die ebenfalls dem Alluvialboden
angehört, auf meine Veranlassung unternommener und auf die Tiefe
von 3 Klaftern, 2% Schuh nieder geführter Versuchschacht gab in
den ausgehobenen und Waschproben unterzogenen Sand- und
Schotterlagen so wenig Goldgehalt, dass dieser Boden, abgesehen
von der Schwierigkeit der Wasserzuführung, für ganz unergiebig
erklärt werden musste.
Olahpian ist der Ilauptort des Seifenbetriebes, der noch 12 benachbarte
Ortschaften beschäftiget. Von G32 Göldwäschern, die im
Jahre 1826, in welchem ich Siebenbürgen bereiste, in Olahpian und
in den 12 benachbarten Ortschaften conscribirt waren, befanden sich
277 in dem genannten Dorfe. Die Zahl der Goldwäscher ist aber sehr
veränderlich, da in nassen Jahren der Seifenbetrieb weit schwunghafter
ist.
Die Seifenwerke von Olahpian gehören zu den ärmsten, den
Betrieb kaum lohnenden. Man gewinnt in nassen Jahren (trockene
sind des dortigen Wassermangels wegen der Ausbeute noch ungünstiger)
höchstens 300 bis 700 Piset Gold, oder, da fast 34 Piset
(genauer 33 17 / 1() Piset) einer Wiener Mark gleich sind, 9 bis 13
Mark Goldes. Eine sehr unbedeutende Ausbeute, vorzüglich im Vergleiche
mit der jetzigen Goldgewinnung am Ural und am Altai, wo
in einzelnen Gegenden, etwa von der Ausdehnung, wie jene von
Olahpian, oft mehrere Pude Goldes (das Pud oder 40 russische
Pfunde gleich 29% Wiener Pfund) liefern. Auch sind es meist nur
arme Leute, gewöhnlich Zigeuner oder sogenannte Neuhauern, welche