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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Foraminifera  monostegia.

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Burmeister 1 )  ausgeschlossenen  und  den  Crustaceen  einverleibten
Räderthieren  (Rotatoria),  und  von  Kützing  2 )  zu  den  Algen  gebrachten ­
  Familien  der  Stabthiereben  (Bacillaria),  noch  die  Familie
der  Wechselthierchen  (Amoebaea),  der  Kapselthierchen  (Arcellinea),
  der  Glockenthierchen  (Vorticellina)  und  derPanzer-Glockenthierchen
  (Ophrydina),  als  nicht  hieher  gehörig  auszuschliessen
sind.
Die  von  Herrn  Dujardin  aufgestellte  Gattung  Gromia  3 ),  von
Herrn  d'Orbigny  4 ),  dem  Begründer  der  Classe  der  Foraminiferen,
in  seine  erste  Ordnung  Monostegia  gebracht,  nimmt  auch  Herr
Ehrenherg  5 ),  aber  mit  einem  Fragezeichen  in  der  tabellarischen
Übersicht  der  Polythalmien  in  die  Familie  der  ?  Miliolina  auf.  —
Gromia  unterscheidet  sich  aber  nur  sehr  unwesentlich  von  Difßugia
Ledere,  die  von  Ehrenh  erg  zu  den  lnfusionsthierchen  gebracht
wird,  nämlich  nur  durch  die  anastomosirenden  Fortsätze  des  Körpers,
so,  dass  Gromia  nur  als  Untergattung  von  Difßugia  betrachtet  werden
kann.  —  Das  Thier  von  Difßugia  hat  aber  die  grösste  Übereinstimmung ­
  mit  Amoeba  und  unterscheidet  sich  von  dieser  nur  durch  einen
gepanzerten  Leib,  und  muss  daher  auch  damit  in  eine  Ordnung
vereint  werden.
Aus  einer  solchen  Verbindung  der  Familie  der  Wechselthierchen ­
  und  der  Kapselthierchen  mit  jenen  der  Foraminifera  monostegia ­
  ergehen  sich  nun  folgende  Resultate:
1.  Die  Foraminifera  monostegia  sind  mikroskopische  Tliierclien,
  welche  die  Grösse  einer  Linie  nicht  übersteigen.
2.  Der  Körper  ist  gallertartig,  weisslich,  meist  durchscheinend,
mit  sehr  veränderlichen  Fortsätzen,  nackt  oder  gepanzert.  Der  Panzer ­
  bildet  eine  einzige  Höhle,  ist  häutig,  kalkig  oder  kieselig,  und
hat  eine  Öffnung  zum  Austreten  der  Fortsätze  des  Leibes.

*)  Uurmeister:  Handbuch  der  Naturgeschichte,  II.  Ablh.,  Zoologie,  1837,  54-7
CCrustacea  pseudocephula).
a )  Kützing:  Die  kieselsclialigen  Bacillarien  oder  Diatomeen,  1844.
3 )  Dujardin,  in  :  Comptes  rendus  des  seances  de  l’Academie  des  sc.  de  Paris
1835,  3385  1836,  Fevr.;  in:  Annal.  des  sc.  nat.  1835,  108  und  in:  Hist,
nat.  des  Zoopliyt.  (Infus.)  253.
4 )  D’Orbigny,  in  :  ltamon  de  la  Sagra  hist.  phys.  et  naturel  (Foraminiferes),
1839.  2.
5 )  Ehrenberg,  in:  Abhandl.  d.  köuigl.  Akadem.  d.  Wissensch.  zu  Berlin  1838.
            
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