Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Ursache  der  Polarisationsbüschel  etc.

491

Kugeln  gleicli  dem  von  Br  e  w  st  er  in  dem  dichtesten  Theile  der  Krystall-Linse
  gefundenen  von  1'399.
Der  Exponent  für  die  Brechung  ist  dann  =  D047,  und  der
Polarisations-  und  Einfallswinkel  —  46°  19'.  Für  diesen  Winkel  ist
aber  die  Entfernung  zweier  gleicher  Kugeln  —  14 - 72.  Diese  Betrachtung ­
  schien  daher  zu  keiner  günstigen  Entwickelung  zu  führen.
Indessen  bei  einer  neuen  Besprechung  mit  Hin.  Dr.  Wedl  gab  er
die  Auskünfte  über  die  grosse  Anzahl  und  die  Verschiedenheit  in  der
Grösse  der  Kugeln,  so  wie  dies  weiter  oben  beschrieben  worden
ist.  Bei  der  Verschiedenheit  der  Durchmesser  kann  also  allerdings
diese  zweimalige  Zurückweisung  unter  dem  Polarisationswinkel  leicht
stattfinden,  und  die  in  der  Polarisationsebene  und  senkrecht  darauf
entgegengesetzte  Wirkung  der  Lichtabsorption  hervorgebracht  werden. ­
  Vieles  Licht  geht  begreiflich  auch  unmittelbar  hindurch,  ohne
innerhalb  der  Kugelschicht  abgelenkt  oder  wie  immer  modificirt  zu
werden,  daher  auch  die  Büschel  seihst  so  wenig  Intensität  haben.
Bei  dem  geringen  Umfange  der  Einwirkung  hat  diese  Beschaffenheit
der  Krystall-Linse  keinen  störenden  Einfluss  auf  die  Hervorbringung
der  Bilder  von  Gegenständen,  vorzüglich  auch  desswegen,  weil  es  nur
das  polarisirte  Licht  ist,  welches  in  den  zwei  senkrecht  auf  einanderstehenden ­
  Richtungen  eine  Verschiedenheit  der  Wirkung  zeigt.
Ich  glaube  in  dieser  Auseinandersetzung  auf  einen  nicht  uninteressanten ­
  Weg  aufmerksam  gemacht  zu  haben,  der  zur  Erklärung  des
sonderbaren  Phänomens  der  Büschel  führen  könnte.  Ohne  die  entwickelte ­
  Ansicht  als  durchaus  annehmbar  hinzustellen,  möge  sie  vielmehr ­
  als  Anregung  dienen,  weiter  zu  forschen.  Vielleicht  Messe  sich
auch  im  experimentellen  Wege  Einiges  erreichen,  und  auch  dazu
hoffe  ich,  wird  sich  doch  wieder  eine  günstige  Zeit  finden.
Die  Structur  des  Auges  wäre  dann  allerdings  die  Veranlassung
zur  Bildung  der  Büschel,  eben  so  wie  ja  die  Structur  des  Auges  die
Hervorbringung  der  Bilder  der  Gegenstände  selbst  bedingt,  aber  auf
eine  andere  Art,  und  in  der  That  übereinstimmend  mit  dem  Princip
der  Erklärung  im  Allgemeinen,  welche  die  Herren  Silbermann  und
Jamin  ihren  Arbeiten  zum  Grunde  legten,  aber  doch  in  der  letzten
Nachweisung  wieder  davon  verschieden.
Es  möge  mir  erlaubt  sein,  hier  noch  auf  eine  andere  Art  von
Erscheinungen  hinzuweisen,  die  mit  der  Structur  des  Auges  Zusammenhängen, ­
  wenn  sie  auch  ganz  verschieden  von  dem  übrigen  Inhalt
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.