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tjber die geognostisclien Verhältnisse von Olahpiän,
können hier auf keine nähere Betrachtung dieser Gesteine eingehen,
müssen aber doch des interessanten Umstandes gedenken, dass die
Hornsteingeschiebe zuweilen Abdrücke von Planorben und Lymneen
cinschliessen und daher von einer zerstörten Süsswasserbildung herrühren.
Das angegebene Verhältniss der Geschiebe gilt nur von den
Olähpianer Goldwäschen; an benachbarten Orten ist dasselbe etwas
verschieden. Die ihrer Masse nach zusammen nur einen höchst kleinen
Tlieil der Gemengtheile dieses Schuttlandes ausmachenden, erst
im Scheidtroge besser zum Vorschein kommenden Mineralien von
weit kleinerem Volum sind: Rutil (die eisenhaltige Varietät, die
Werner davon unter dem Namen Nigrin als eigene Species trennte,
magnetischer oder Titan-Eisensand (der Rom der Wallachen), Granat,
einige nur vereinzelt und in ganz kleinen Körnern oder Krystallen
vorkommende Mineralien, die erst einer näheren Untersuchung
bedürfen, endlich das Mineral, das für viele das meiste Interesse
hat, das gediegene Gold. Das Volum dieses Metalls wechselt darin
von der Grösse eines Staubkornes bis zu der einer Haselnuss, es
erscheint aber gewöhnlich in kleinen Plättchen. Rollstücke von Gold
von l‘/ a Piset (etwas über l / 2 Wiener Loth) sind schon sehr selten.
In Sammlungen finden sich als grosse Seltenheiten noch grössere
Goldgeschiebe von Olahpiän; im Hof-Mineralien-Cabinete z. B. ein
Stück von 3Vi6 Uoth oder mehr als 15 Ducaten an Gewicht, im
montanistischen Museum eines, das mit dem anhängenden Quarz 44 3 / 4
Ducaten, wiegt. Ein älterer Schriftsteller, Köleseri (in der
Auraria romanoclacica S. 59), spricht von einer Masse auri solidi,
palmae humanae cum digitis figuram aemulantis, pondere unius
librae. Zu verwundern wäre es, wenn man in dem ausgewaschenen
Sandemit demGoldenichtschonlängstauchdas noch schwerere Platin,
dessen Anwesenheit im Olähpianer Sande neuerlichst behauptet worden
ist, aufgefunden hätte. Dass sich in dem dortigen goldführenden
so vielfach durchwühlten Schuttlande auch Kunstproducte und Knochen
von Thieren der Jetztzeit finden, habe ich bereits in meinem
früheren, der Akademie vorgelegten Berichte angeführt.
Das Diluvialgebilde von Olähpiän bedeckt nicht nur das tertiäre
Hügelland, sondern steigt in den südlichen Umgebungen des
Dorfes auch auf die Höhen des Urfelsgehirges, zuweilen bis zu einer
Höhe von 40 Klaftern über der Thalsohle des Olähpianer Baches
hinauf. Die Unterlage machen aber weit vorherrschend die Tertiär-