Ursache der Polarisationsbüschel etc.
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seinem Polarisationszustande modificirt, und die faserige Structur der
Krystall-Linse selbst, so wie die des Glaskörpers (humeur vilreej
wirken als Analysirer. Er stützt diese Ansicht auf die mit den Abbildungen
von Young übereinstimmenden neueren anatomischen Arbeiten
Papenheim's, die eine nach den sämmtlichen Radien auslaufende
faserige Structur der Krystall-Linse erkennen lassen.
Es sei mir erlaubt, hier einige Bemerkungen zu machen. Zuerst
ist es nothwendig zu untersuchen, welche Lage diejenigen Strahlen
im Auge haben, welche den Büschel hervorbringen.
Wenn man eine ganz kleine Öffnung von etwa % Linie oder
nahe 1 / 3 Millimeter durch schwarzes Papier hindurchsticht und ganz
knapp vor das Auge hält, so sieht man in einer linear-polarisirten
Lichtfläche doch noch sehr deutlich den Büschel in der Richtung der
Seheaxe. Man kann daraus schliessen, dass es ein Punkt ist, so
klein als möglich, von dem ein Strahlenkegel ausgeht, innerhalb
dessen Basis auf der Retina der Büschel befindlich ist. Herr Silhermann
hat die Winkelgrösse desselben auf etwa 5° geschätzt, ich
hatte aus der Erinnerung früher nur 2° niedergeschrieben, ohne ihn
eigentlich mit irgend etwas zu vergleichen; ich wiederholte später
eine wirkliche Schätzung— den Vergleich der Entfernung vom Auge
mit der scheinbaren Grösse — und gelangte zu demselben Resultat,
wie Herr Silbermann. Für die Länge der Augenaxe = 24 Millimeter,
diese schon von der grössten Dimension, findet sich also bei
3° Divergenz die Grösse des Büschels auf der Retina = 2‘1 Millimeter.
In der Krystall-Linse selbst würde er nur 0-5 Millimeter
gross sein. Die Structur, welche auf die Hervorbringung des Büschels
wirkt, muss also in diesem höchst beschränkten kegelförmigen Raum
zunächst der Axe von einer ausserordentlichen Regelmässigkeit sein.
Herr Silbermann verlangt für den Raum nächst der Seheaxe
(pag. 633, Nr. 2) einen neutralen Raum, ohne jedoch eine Angabe
über dessen Grösse zu machen.
Neuere anatomische Untersuchungen, deren Kenntniss ich Herrn
Dr. C. Wo dl verdanke, der selbst viele davon, zum Theil der erste
vorgenommen hat, beweisen nun zwar die radiirend faserige Structur
der Krystall-Linse, aber die Fasern gehen keineswegs durch die
Seheaxe hindurch; wenn sie auch weiter vom Mittelpunkte entfernt
nahe gleichlaufend werden, so vereinigen sie sich zunächst dem
Mittelpunkte, ohne sich zu durchkreuzen, in drei Systemen von rück-