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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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P  a  r  t  s  c  h.

Das  tertiäre  Hügelland  von  Olälipiän  ist  mit  Diluvial-Schutt
bedeckt.  Diese  Bedeckung  gewinnt  durch  den  in  ihr  stattfindenden
Goldseifenbetrieb  grösseres  Interesse.  Sie  besteht  fast  durchgängig
nur  aus  zwei  Gliedern,  aus  Gerollen  (Schotter)  und  aus  Sand,  diese
sind  aber,  wie  überall,  fast  stets  mit  einander  gemengt,  und  bald  dieser
bald  jene  vorherrschend.  Lehm  und  Mergel  machen  darin  zuweilen
nesterartige  Ausscheidungen,  bilden  aber  nur  selten  schwache
Bänke.  Die  im  Rhein-  und  Donau-Thale  so  mächtigen  Ablagerungen
des  Lösses  oder  Diluvial-Lehms  sind  weder  bei  Olähpiän,  noch  in
anderen  Gegenden  Siebenbürgens  anzutreffen.  Ein  glimmeriger
Quarzsand  von  mittelfeinem  Korne  ist  der  Hauptbestandteil  des
goldführenden  Schuttlandes;  in  ihm  liegen  Geschiebe  von  Haselnussgrösse ­
  bis  zu  einem  Durchmesser  von  3  bis  4  Fuss  und  von
mehreren  Centnern  an  Gewicht.  Solche  grosse  Geschiebe  sind  jedoch
nicht  häufig;  die  meisten  haben  Taubenei-  oder  Faustgrösse.  Die
Grösse  der  Geschiebe  ist  auch  nach  den  Localitäten  verschieden.
Die  Gebirgsarten  und  Mineralien,  aus  welchen  sie  bestehen,  sind
der  Mehrzahl  nach  und  mit  Hinweglassung  der  einzeln  vorkommenden
Gesteine  folgende:  Quarz,  Gneiss,  Glimmerschiefer,  Granit,  tertiärer
Sandstein  und  tertiäres  Conglomerat,  Hornblendegestein,  Kieselschiefer, ­
  Eisenkiesel,  Hornstein  und  Jaspis.  Der  schwer  zerstörbare
Quarz  bildet  fast  die  Hälfte  des  Gerölles.  Dies  deutet  darauf  hin,
dass  das  Gold  der  hiesigen  Seifen  ursprünglich  in  diesem  so  oft  als
Gangmasse  auftretenden  Gesteine  enthalten  war.  Den  Beweis  dafür
geben  auch  die  zuweilen  vorkommenden  grösseren  Goldgeschiebe,
die  noch  Quarz  umschliessen  und  die,  wiewohl  auch  nur  selten  sich
findenden,  mehr  oder  weniger  Gold  eingesprengt  enthaltenden
Quarzgerölle.  Die  Gneissgeschiebe  machen  ungefähr  den  vierten
Theil  der  Rollsteine  aus.  Unter  ihnen  kommt  öfters  ein  porphyrartiges ­
  Gneissgestein  mit  feingemengter,  beinahe  dichter  Grundmasse
vor,  das  jedoch  nicht  mit  dem  Grünsteinporphyr,  der  goldführenden
Felsart  anderer  siebenbürgischen  Gegenden,  die  im  wallachischen
Grenzgebirge  mangelt,  zu  verwechseln  ist.  Der  Glimmerschiefer,
der  Granit,  der  tertiäre  Sandstein  und  die  festen  tertiären  Conglomerate,
  die  Hornblendegesteine  und  die  oben  angeführten  unreineren
Abänderungen  des  Quarzes  (Kieselschiefer,  Eisenkiesel,  Hornstein
und  Jaspis)  bilden  zusammen  und  ungefähr  zu  gleichen  Theilen
das  letzte  Viertel  der  Geschiebe  des  Olähpiäner  Schuttlandes.  Wir
            
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