Bestimmung der trig. Functionen etc.
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Dieser Werth der tg 1° stimmt bis einschlüssig der 30. Decimale
mit jenem in der Tafel I genau überein; seihst die 31. Decimale
ist im ersteren noch richtig, wie ich aus meinem Originale der
Tafel I ersehe, in welchem die Functionen mit 31 verlässlichen
Decimalen bestimmt sind. — Die Formel 2 ist demnach durch dieses
Beispiel ihrer Anwendung hinreichend erprobt.
Die aufmerksame Durchsicht der angeführten wenigen Beispiele
wird auch die in der Behandlung goniometrischer Formeln und Berechnungen
Mindergeübten in Stand setzen, die hier vorgeschlagene
Methode für die Berechnung der Functionen und Winkel richtig und
zweckmässig anzuwenden, wenn auch die vorausgeschickte beschränkte
Erklärung derselben noch Manches dunkel gelassen hätte.
Schlussbemerkung.
Als ich die Callet'sche Tafel der Bogenlängen „Rapportsdes
longueurs des degres au rayon pris pour unite”, zum bequemeren
Gebrauche bei der Bestimmung der trigonometrischen Functionen
und Winkel empfehlen wollte, hielt ich es für nöthig, die Callet’schen
Angaben erst zu prüfen, indem ich eine neue Tafel, mit einer grösseren
Anzahl Decimalen, verfertigte. Für den Gebrauch bei den
Ergänzungswinkeln genügen die Bogenlängen von 1' bis 60' und von
1" bis 100". —Diese Ausdehnung der Bogenlängen bis 100" ist, wie
von seihst einleuchtet, sehr zweckmässig, weil dadurch der Vortheil
gewährt wird, stets von 2 zu 2 Decimalen die Bogenlängen aus der
Tafel entnehmen zu können, während unsere Tafel II wegen Raumersparung
nur die unentbehrlichsten Daten enthält.
Bei der Vergleichung mit meinem Original, wovon die Tafel II
nur ein Auszug ist, zeigte sich, dass in der Callet’schen Tafel hei
S3" ein Fehler in der 12. Decimale und bei S9" in der 2S. (letzten)
Decimale vorkommt, welcher letztere Fehler jedoch ganz unbedeutend
ist. — Die Bogenlängen unserer gewöhnlichen, oder der sogenannten
alten Grade (degres anciens), nämlich die der OOtheiligen
in Bezug auf den Quadranten, ist hei Ca 11 et ganz fehlerfrei: allein
desto schlimmer steht es mit den Bogenlängen der neuen oder 1 OOtheiligen
Grade (degres modernes), in welchen sich neun, grösstentheils
sehr bedeutende Fehler (hinsichtlich der Decimalstelle)
befinden.