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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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T  h.  W  e  r  t  h  e  i  m.

kleine  Modiiication  glauben  wir  uns  um  so  eher  erlauben  zu  können,
da  dieser  berühmte  Chemiker  seine  Formel  selbst  nur  als  annähernden ­
  Ausdruck  der  Zusammensetzung  dieses  Körpers  ansielit.
Zieht  man  nun  diese  Formel,  nämlich:  C te  H l2  NO 5  h  1  Äq.
Wasser  von  der  Formel  des  Narcotins  =  C 40  // 25  N  O l4  ab,  so  erhält
man  den  Ausdruck:  C 20  H lz  O a .
c 46  // 25  n  o 14
-  C 26  //,  ,  N  O e
—  Cz0  if\2  O s .
Nimmt  man  ferner  an,  dass  diese  zwei  Gruppen  im  Narcotin
analog  wie  im  Piperin  zu  einer  Art  von  Salz  verbunden  sind,  dessen
Basis  das  Cotarnin  und  dessen  Säure  die  andere  Gruppe  repräsentiren
würde,  und  betrachtet  man,  von  dieser  Annahme  ausgehend,  die
Formel  des  Narcogenin,  so  entdeckt  man  sogleich  eine  überraschend
einfache  Beziehung.  Addirt  man  nämlich  zur  Formel  des  Narcotins
die  Elemente  von  1  Äq.  Cotarnin  +  1  Äq.  Wasser,  so  erhält  man
als  Summe  das  Doppelte  der  Formel  des  Narcogenins:
C 40  N  —  1  Narcotin
+  C 26  H 13  N  O a  =1  Cotarnin  -f-  1  Äq.
=  C 72  fl-is  N.,0. in  =  2  Narcogenin.
Wir  glauben  nicht,  dass  man  dieses  überraschende  Zusammentreffen ­
  irgend  als  zufällig  betrachten  könne,  und  stehen  nicht  an,
daraus  folgende  Schlüsse  zu  ziehen:
1.  Die  Zusammensetzung  des  Narcotins  wird  durch  folgende
rationelle  Formel  ausgedrückt:
(C 20  // 13  0 8 )  +  (Cotarnin  +  Äq.),
d.  li.  Narcotin  ist  das  neutrale  Pseudo  salz  des  Cotarnins  und
der  oben  eingeschalteten  elektronegativen  Gruppe.
2.  Das  Atomgewicht  des  Narcogenins  muss  verdoppelt  werden.
Das  Narcogenin  erhält  dadurch  folgende  rationelle  Formel:
(C 2 q  //]2  Og')  +  2  (Cotarnin  *r  Äq.),
d.  h.  das  Narcogenin  ist  das  entsprechende  basische  Pseudosalz.
Aus  dem  zweiten  Schlüsse  ergibt  sich  die  unmittelbare  Folgerung, ­
  dass  auch  das  Atom  des  Narcogenin-Platinchlorides  verdoppelt ­
  werden  muss.  Das  Atom  dieser  Verbindung  würde  dann  2  Äq.
Platinchlorid  enthalten.  Beim  ersten  Anblick  könnte  man  hierin  eine

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