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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Über  das  Piperin.

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wenigstens  auf  dem  eingeschlagenen  Wege  nicht  die  gesuchte
Gruppe:  C bB  H S0 N  O i0  zu  erhalten.  Vergleicht  man  jedoch  die
beiden  Gruppen  mit  einander,  so  bemerkt  man  bald  einen  einfachen
Zusammenhang:
C bS  H-i-,  0 14  ist  nämlich  =  C 58  H ä0 N  O i0
—  H t N  +  0 4 .
Diese  neue  Substanz  hat  sich  mithin  aus  der  elektronegativen  .
Gruppe  des  Piperins  unmittelbar  durch  Ausscheidung  von  1  Äq.
Ammoniak  und  Hinzutreten  von  4  Äq.  O  gebildet.
Die  rationelle  Formel  C iS H ao NO i0  +  C ia H 7 N,  die  wir  aus
den  früher  angeführten  Thatsachen  für  das  Piperin  entwickelt  haben,
lässt  noch  eine  nicht  unwesentliche  Modification  zu,  durch  die  sie
vielleicht  erst  zum  völlig  wahren  Ausdruck  für  die  Constitution  dieser ­
  Verbindung  wird.  Nimmt  man  nämlich  in  diesem  Körper  als  einer
Art  von  Picolinsalz  1  Äq.  Constitutionswasser  an,  so  wie  dies  für
alle  eigentlichen  Salze  des  Ammoniak  und  der  ihm  analogen  Basen
allgemein  gilt,  so  erhält  man  folgende  Formel:  C bS H i9 NO„  +
C 13 // 7 1V+  HO.
Die  Zahl  der  Äquivalente  des  Wasserstoffes  in  der  elektronegativen ­
  Gruppe  wird  durch  diese  Änderung  im  Ansätze  genau  halb
so  gross,  als  jene  der  Kohlenstoff-Äquivalente,  und  der  saure  Körper ­
  stellt  sich  jetzt  als  Sauerstoffverbindung  eines  zusammengesetzten ­
  Kohlenwasserstoffes  dar.
Versucht  man  diese  Vorstellung  über  die  Natur  des  Piperins
auf  die  schönen  Erfahrungen  anzuwenden,  mit  welchen  Herr  Wühler ­
  und  Herr  Blytli  unsere  Kenntnisse  über  das  Narcotin  bereichert
haben,  so  bieten  sich  sogleich,  wie  von  selbst,  höchst  einfache  Beziehungen ­
  zwischen  dieser  Basis  und  den  zwei  neuen  Basen  dar,
welche  diese  Chemiker  entdeckten:  dem  Cotarnin  und  Narcogenin.
Wir  haben  diese  Beziehungen  bereits  oberflächlich  angedeutet  in  der
vorläufigen  Notiz,  auf  welche  ich  mich  zu  Anfang  dieser  Abhandlung
bezog.  Seitdem  gelangte  Herr  Laurent  durch  Reflexionen  ganz
verschiedener  Natur  und  sehr  geistreiche  Combinationen  zu  Schlussfolgerungen, ­
  die  diesen  in  mancher  Hinsicht  analog  sind.  Wir  wollen ­
  als  Grundlage  unserer  Betrachtung  die  Formel  annehmen,  welche
Herr  Wöhler  für  das  Cotarnin  aufstellte,  mit  der  geringen  Veränderung, ­
  dass  wir  1  Äquivalent  Wasserstoff  davon  abziehen.  Diese
            
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