460 Th. Wertheim.
bewerkstelligt, und die Mischung mit dem Verbrennungsmateriale in
dem Verbrennungsmörser nicht mittelst des Pistilles, sondern mittelst
eines Glasstabes bewirkt; auch musste man vermeiden die Mischung
bei jenem Temperaturgrade vorzunehmen, hei welchem man
sie, zur Hintanhaltung der hykroskopischen Feuchtigkeit, gewöhnlich
auszuführen pflegt. Die Analyse gab folgende Resultate:
1) 0,2432 Grm. der Substanz gaben mit chromsaurem Bleioxyd
verbrannt 0,6560 Grm. Kohlensäure und 0,1532 Grm. Wasser.
2) 0,2025 Grm. der Substanz gaben auf dieselbe Weise verbrannt
0,5507 Grm. Kohlensäure und 0,1250 Grm. Wasser.
Ferner gaben:
1) 0,3435 Grm. Substanz bei der Stiekstoffbestimmung nach der
Methode der Herren Will und Varrentrapp 0,2207 Grm.
Platinsalmiak.
2) 0,3221 Grm. bei der Stiekstoffbestimmung nach derselben
Methode 0,2070 Grm. Platinsalmiak.
Diese Resultate entsprechen in 100 Theilen:
Gefunden: Berechnet:
1 2
Kohlenstoff . . . 73,56 — 74,17 - — 74,02
Wasserstoff . . 7,00 — 6,86 — H 67 — 6,45
Stickstoff . . . 4,08 — 4,08 — N s — 4,09
Sauerstoff . . . 15,36 — 14,89 — 0 3 „ — 15,44
100,00 — 100,00 — 100,00
Die empirische Formel: C ia8 ZZ C7 N s O 20 , welche der nebenangestellten
Berechnung zu Grunde gelegt ist, scheint auf den ersten
Anblick mit der Zusammensetzung des Piperins in keinen natürlichen
Zusammenhang gebracht werden zn können. Allein verdoppelt man
die Formel des Piperins und zieht von dem hierdurch entstehenden
Ausdruck die Formel des Picolins ab, so bleibt als Rest genau dieselbe
Gruppe von Atomen zurück, die durch die obige Berechnung
erhalten wurde, wie dies aus nachstehendem Schema ersichtlich ist:
2 Äq. Piperin =
1 Äq. Picolin = — C 13 // 7 ÜVj
— Cvao Uti Na Oz 0 .
Dieses auffallende Zusammentreffen lässt sogleich eine ungezwungene
Deutung zu, wenn man sich das Atom des Piperins aus zwei