Über das Piperin.
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Die Salzsäure löst das in dem Rückstand enthaltene Kalkhydrat auf.
Der vom Kalk befreite Rest suspendirt sich nun in der Form von
braunen Flocken in der Flüssigkeit; allein in dem Masse als das
Kochen fortgesetzt wird, bemerkt man, dass die Flocken sich zusammenballen
und vereinigen und eine weiche homogene und compacte
Masse von dunkelbrauner Farbe bilden; die Flüssigkeit erscheint
dann vollkommen geklärt. Nimmt man nun den weichen Harzkuchen
aus der heissen Flüssigkeit und spült ihn einige Augenblicke
mit etwas Wasser von gewöhnlicher Temperatur ab, so nimmt er
augenblicklich eine vollkommen spröde Reschaffenheit an und kann
nach dem Trocknen ohne Schwierigkeit gepulvert werden. Er enthält
nun immer noch eine bedeutende Menge von Kalkhydrat, das
eben durch das geschilderte Zusammenhallen der Einwirkung der
Salzsäure entzogen wird. Man muss desshalb die gepulverte Masse
neuerdings anhaltend mit verdünnter Salzsäure digeriren. Hat man
den erhaltenen Harzkuchen auf diese Weise zwei- bis dreimal umgeschmolzen
, so wird er gewaschen, getrocknet und endlich in absolutem
Weingeist in der Siedhitze aufgelöst. Hat man zur Auflösung
nicht eine bedeutende Menge von Alkohol angewendet, so fällt beim
Erkalten ein grosser Theil der aufgelösten Substanz in harzartigen
Klümpchen heraus; so lange dies geschieht, muss man unter
erneuertem Zusatz von Alkohol die Flüssigkeit abermals zum Sieden
bringen. Die erkaltete Auflösung wird vorsichtig mit geringen Mengen
von Wasser versetzt, bis sich eine leichte Trübung zeigt. Man
kann die Flüssigkeit, wenn man diesen Funkt sorgfältig beobachtet,
nun ganze Tage stehen lassen, ohne dass sich der geringste Niederschlag
bildet. Die vollständigste Fällung tritt aber augenblicklich
ein, sobald man zur Flüssigkeit ein paar Tropfen Salzsäure hinzufügt.
Der so gewonnene Niederschlag bildet zarte isabellgelbe
Flocken von sehr voluminöser Beschaffenheit. Auf einem Filtrum
gesammelt, mit kaltem Wasser ausgewaschen und bei 100° getrocknet,
stellt er ein zartes, blassgelbes, vollkommen geschmackloses
Pulver dar, von so starker elektrischer Disposition, dass es beim
Reiben mittelst eines Pistilles ausserordentlich stark stäubt. Hat
man den Niederschlag unter der Glocke der Luftpumpe bei gewöhnlicher
Temperatur getrocknet, so besitzt er diese elektrische Eigenschaft
in geringerem Grade. Aus diesem Grunde wurde zum Behufe
der Analyse die Trocknung der Substanz unter der Luftpumpe