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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Über  den  Glanz  der  Körper.

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zu  haben,  da  sie  sich  doch  im  Ganzen  vollständig  den  Erscheinungen
der  vorhergehenden  anschliessen.
Bei  dem  vollkommenen  Metallglanze  ist  das  Licht  zum  Tlieil
in  der  Einfallsebene,  zum  Tlieil  senkrecht  darauf  polarisirt,  lind  geht
daher  tlieils  in  das  obere,  theils  in  das  untere  Bild  der  dichroskopischen
  Loupe.  Brewster  hat  folgende  Reihenfolge  in  der  Intensität ­
  bekannt  gemacht 1 ),  vom  grössten  bis  zum  geringsten  Intensitäts-Unterschiede ­
  in  der  Polarisation:

Bleiglanz
Blei
Grauer  Speiskobalt
Arsenikkies
Schwefelkies
Antimon
Stahl

Zink
Spiegelmetall
Platin
Wismuth
Mercur
Kupfer

Bronze
Zinngraupen
Bijouteriegold
Reines  Gold
Gewöhnliches  Silber
Reines  Silber

Zinn  (Weissblech)  Totale  Reflexion  v.  Glas.

Der  Unterschied  der  beiden  Bilder  ist  beim  Bleiglanz  sehr
bedeutend,  das  untere  ein  metallisches  Blau.  Überhaupt  erscheint
im  unteren  Bilde  die  eigentliche  Farbe  deutlicher,  aber  der  ursprüngliche ­
  Eindruck  besteht  ohne  Zweifel  aus  den  vier  folgenden
Elementen:
1.  Dem  in  der  Einfallsebene  polarisirten  Lichte.
2.  Dem  senkrecht  auf  dieselbe  polarisirten  Anthcile  des  zurückgeworfenen ­
  Lichtes.
3.  Einem  Antheile,  der  bei  kleinen  oder  grossen  Einfallswinkeln
unverändert  bleibt.
4.  Dem  allseitig  polarisirten  oder  ordinären  Lichte,  welches  die
eigentliche  Farbe  gibt.
Es  ist  hier  nicht  meine  Absicht,  weiter  in  die  Natur  der  Veranlassung ­
  zu  den  Verschiedenheiten  einzugehen.  Aber  die  Erscheinung ­
  der  Verschiedenheiten  des  Glanzes  seihst  findet  sich  durch  eine
aus  zahlreichen  Gliedern  bestehende  Reihe  begründet,  in  welcher  ein
Körper  vor  dem  andern  die  Eigenschaft  besitzt,  mehr  oder  weniger
Licht  in  dem  unter  2.  erwähnten  Antheile  zurückzuwerfen.  Beim

*)  Populäres,  vollständiges  Handbuch  der  Optik.  Übersetzt  von  Pr.  J.  Hartmann.
  II.  Ud.,  S.  21.

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