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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Über  den  Glanz  der  Körper.

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1.  Ein  Theil  wird  in  der  Einfallsebene  polarisirt,  das  Maximum
unter  dem  nach  der  Natur  des  Körpers  verschiedenen  Polarisationswinkel. ­

2.  Ein  Theil  wird  unverändert  zürückgeworfen,  oder  wie  gewöhnliches ­
  Licht  nach  allen  Richtungen  polarisirt.  Unter  dem  Polarisa-(
  tionswinkel  ist  die  Intensität  ein  Minimum.
3.  Ein  Theil  wird  gebrochen  und  zerlegt.  Er  muss  in  das  Innere
des  Körpers  gedrungen  sein,  um  auf  undurchsichtigem  Grunde  weiss
oder  gefärbt  zurückgeworfen  oder  von  durchsichtigem  Grunde  absorbirt
  zu  werden.
Die  Arten  des  Glanzes,  wie  sie  die  Mineralogen  unterscheiden,
haben  nach  den  vorhergehenden  Betrachtungen  die  folgenden  Eigenschaften ­
  :
1.  Der  Glasglanz.
Er  bildet  sich  auf  Körpern  von  geringerem  Brechungsvermögen.
Vollkommene  Spiegel  polarisiren  das  Licht  unter  einem  Maximum-Polarisationswinkel
  dergestallt,  dass  kein  Glanz  in  das  untere  Bild
der  dichroskopischen  Loupe  gellt,  und  die  Farbe  des  Körpers  weiss,
$  farbig  oder  schwarz,  gänzlich  matt,  ohne  Glanz  erscheint.  Der
unscheinbare  Best  von  Violet  ist  nicht  wahrzunehmen.
Das  Gesichtsfeld  erhält  vor  der  Reflexion  nichtpolarisirtes  Licht.
Ein  Theil  davon  wird  polarisirt,  ein  anderer  geht  in  den  Körper  hinein,
und  wird  entweder  ahsorbirt  oder  hindurchgelassen.  Bei  mehr  senkrechtem ­
  Lichteinfalle  ist  das  obere  und  untere  Bild  der  dichroskopischen ­
  Loupe  nahe  gleich  hell.  Bei  grösseren  Einfallswinkeln  nimmt
die  Helligkeit  des  oberen  durch  den  Gegensatz  immer  zu,  das  untere
wird  dunkler  bis  zum  Minimum  des  Lichtes  unter  dem  Polarisations-Winkel,
  und  steigt  dann  wieder,  doeh.bleibt  die  Farbe  des  zürückgeworfenen
  Lichtes  immer  weiss.
2.  Der  Diamantglanz.
Bei  der  Betrachtung  der  Zurückstrahlung  durch  die  dichroskopische
  Loupe  ist  das  obere  Bild  stets  hellglänzend,  und,  ohne  Beimischung ­
  einer  fremden  Farbe,  ganz  weiss.  Das  untere  Bild  ist  nie
ganz  ausgelöscht,  sondern  es  zeigt  ebenfalls  eine  deutlich  wahrnehmbare ­
  Zurückstrahlung,  die  in  jedem  Azimuth  senkrecht  auf  die  Einfallsebene ­
  polarisirt  ist.  Die  Erscheinung  ist  nach  denKörpern  verschieden.
1.  Diamant.  Das  untere  Bild  ist  weiss,  doch  schwächer  als  das
obere.
            
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