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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Über  den  Glanz  der  Kürper.

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Die  Spiegelung  wirft  das  Bild  des  Gegenstandes  zurück.  Der
spiegelnde  Körper  selbst  kann  undurchsichtig  oder  durchsichtig,
farbig  oder  farblos  sein.  Die  Luftspiegelung  (mirage)  wird
durch  einen  durchsichtigen  farblosen  Körper  hervorgebraclit,  der
noch  dazu  gasförmig  ist.  Er  ist  dadurch  seihst  unsichtbar.  Man  kann
dies  das  Ideal  der  Spiegelung  nennen.  Sie  gibt  das  Bild  ganz  allein,
während  man  an  deutlich  sichtbaren  Körpern,  wenn  sie  auch  ganz
glattflächig  sind,  neben  und  zugleich  mit  dem  Spiegelhilde  des  Gegenstandes ­
  auch  den  Eindruck  des  Körpers  seihst  erhält.  Je  vollkommener ­
  indessen  die  Spiegelung,  um  desto  stärker  ist  der  Glanz.
Mehr  und  weniger  vollkommene  Ebenheit  und  Politur  bildet  einfach ­
  den  Grad  des  Glanzes,  aber  die  Art  desselben  hängt  von
einem  ganz  andern  Verhältnisse  ah.  Die  Haupteigenschaften  der  Körper, ­
  welche  darauf  Einfluss  nehmen,  sind  die  Strahlenbrechung  und
die  Lichtpolarisation  der  Körper.
Ohne  sie  durch  eigene  Benennungen  zu  bezeichnen,  ist  es  nicht
möglich,  sie  auch  nur  einigermassen  näher  zu  verfolgen.
Die  Arten  des  Glanzes,  welche  die  Mineralogen  desswegen
längst  unterschieden  haben,  sind:  der  Perlmutterglanz,  der  Glasglanz,
der  Fettglanz,  der  Diamantglanz,  der  Metallglanz.
Es  lässt  sich  aus  einzelnen  Stücken  von  Körpern  eine  Reihe
bilden,  welche  einen  vollständigen  Übergang  von  einem  dieser  festen
Punkte  zum  andern,  durch  alle  hindurch,  dem  Auge  darbietet,
aber  eine  wissenschaftliche  Betrachtung  fordert  die  Angabe  von  Einzelheiten, ­
  da  ein  blosser  vorübergehender  Eindruck  nichts  Vergleichbares ­
  enthält.
Einzelne  vollkommen  ausgebildete,  glattflächige  Krystalle  besitzen ­
  nur  eine  von  diesen  drei  Arten  des  Glanzes:  Glas  glanz,
Diamantglanz,  Metallglanz.
Als  Beispiele  des  Glasglanzes  können  die  schönen  Dauphineer,
die  Marmaroser  und  andere  Bergkrystalle  gelten,  der  Hyalith,  der
Beryll  und  Smaragd,  Cordierit,  Axinik  und  andere  Gemmen,  die
weissen  Nepheline,  Adular  in  ganz  homogenen  starkglänzenden  Krystallen,
  der  hellfarbige,  durchsichtige  Augit  (Diopsid),  Cliabasit,  Skolezif
Natrolith,  Baryt,  Kalkspath,  Fluss,  Salz,  Alaun,  Eis.  Bleifreies  Glas
besitzt  den  reinen  Glasglanz.
Der  vollkommenste  Diamantglanz  ist  der  des  Diamantes  seihst,
aber  auch  der  Zirkon,  der  hellgrüne  Splion,  die  lichtgelbe  Blende,
            
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