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H a i d i n g e r.
Unterschied des Glanzes und der Farbe durch die Verschiedenheit
der Wirkung einer Körperoberfläche näher ins Auge zu fassen. Er
unterscheidet die spiegelnde und die zerlegende Reilexion, von denen
die erste den Glanz, die zweite die Farbe hervorbringt, erwähnt aber
dabei ausdrücklich, dass diese Zusammenstellung eigentlich nichts
wesentlich Neues enthalte.
Naumann stimmt, wie er seihst erwähnt, wesentlich mit Oersted
überein, indem er definirt: „Unter dem Glanze der Körper versteht
man die, durch die spiegelnde Reflexion von ihren mehr
und weniger glatten Oberflächen hervorgebrachte Erscheinung, sofern
man dabei von der Farbe abstrahirt’’*).
Die Mineralogen sind eigentlich am meisten in der Lage,
genauere Definitionen der verschiedenen Arten des Glanzes zu bedürfen,
die einen Theil ihrer Terminologie ausmachen, und daher fest
bestimmt sein sollten. Sie unterscheiden sie längst, aber ihre Bedürfnisse
und die Forschungen der Physiker wurden bisher noch nicht
vollständig in Übereinstimmung gebracht.
Einige Beobachtungen, die ich in der neuesten Zeit zu machen
Gelegenheit hatte, so wie die Betrachtungen, welche sich an dieselben
anreihten, Hessen es mir wünschenswerth erscheinen, die Verhältnisse
des Glanzes wieder einmal für sich abzuschliessen, und zwar
so, wie Oersted es für das gethan, was bisher gegolten hat, diejenigen
Verhältnisse ins Auge zu fassen, welche als Anfang weiter
auszudehnender Forschungen bezeichnet werden können.
Es ist insbesondere das Phänomen der Polarisation des Lichtes,
welches hier unsere Aufmerksamkeit fesselt.
Es gibt viele Körper, die hart genug sind oder hinlänglichen Zusammenhang
besitzen, dass man sie mit glatten ebenen Flächen versehen
kann, die das Bild eines Gegenstandes vollkommen, wie ein
Spiegel, zurückwerfen. Es ist dies eben die Spiegelung odereine
der unter dem Namen Glanz begriffenen Eigenschaften der Körper.
Man kennt die Metallspiegel, die vollkommensten Krystall- und Theilungsflächen
der Mineralien, aber auch die Oberflächen der Flüssigkeiten,
von dem vollkommenen Spiegel der schwarzen Tinte, bis zu
den überraschenden Erscheinungen derFata m organa oder Luftspiegelung.
) Elemente der Mineralogie. S. 125.