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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

B  ar  r  a  n  d  e’s  Werk  betreffend.

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möglichst  hausgehalten  werden,  zugleich  würde  ich  suchen,  eine  Anzahl ­
  von  Suhscrihenten  zu  gewinnen,  endlich  kann  der  Band  vollendet
sein,  bevor  noch  alle  Zahlungsverhindlichkeiten  berichtigt  sind.
Einen  gleichen  Gang  würde  ich  für  den  zweiten  Band  im
nächsten  Jahre,  für  den  dritten  in  dem  darauffolgenden  einzuhalten
suchen.  Ich  würde  auch  dann  nicht  fehlen,  die  grossmüthige  Beihülfe
der  Akademie  anzurufen,  aber  doch  das  Werk  jetzt  schon  unternehmen, ­
  ohne  einen  Beschluss  der  Akademie  oder  derClasse  zu  erbitten,
indem  ich  die  Verantwortung  gerne  so  lange  übernehmen  will,  bis
dieses  schöne  Werk  vollendet  ist.  Einmal  begonnen,  habe  ich  die
volle  Überzeugung,  wird  es  nicht  an  den  materiellen  Mitteln  fehlen.
Viele  günstige  Umstände  vereinigen  sich  seihst  in  der  gegenwärtigen
Zeit,  die  so  sehr  auf  die  wissenschaftliche  Entwickelung  nachtheilig
eingewirkt  hat.  Aber  gewiss  wird  diejenige  Arbeit  gerne  gefördert
werden,  die  auch  in  den  schwierigen  Tagen  kraftvoll  vorwärts  geschoben ­
  war.
Die  Stellung,  welche  ich  übrigens  als  Herausgeber  einzunehmen
beabsichtige,  ist  folgende.  Es  werden  300  Exemplare  des  Werkes
gedruckt;  davon  erhält  Herr  Barrande  zuerst  50.  Die  übrigen  sind
zum  Verkaufe  bestimmt,  theils  unmittelbar  an  Suhscrihenten,  die
ich  mir  zu  gewinnen  angelegen  sein  lassen  würde,  theils  durch  den
Buchhandel.  Ich  würde  die  Stellung  so  lange  beibehalten,  bis  durch
die  Unterstützung  der  Akademie,  durch  Subscription,  Beiträge  und  Verkäufe ­
  die  Ausgleichung  der  Forderungen  der  verwendeten  Künstler
und  Industriellen  herbeigeführt  wäre,  sodann  aber  den  ganzen  Rest
der  Auflage  Herrn  Barrande  überantworten,  mit  der  Einladung,
durch  ein  letztes  Anerkennungsschreiben  an  die  Akademie  den  Vorgang ­
  selbst  vollständig  abzuschliessen.
Es  würde  mir  durch  diese  Stellung  gegönnt  sein,  die  viele  zuvorkommende ­
  Gastfreundschaft,  die  ich  selbst  im  Auslande  genossen,
durch  thatkräftige  Vermittelung  zum  Besten  der  Wissenschaft,  hier
mit  Dank  zurückzuerstatten.  Herr  B  arrande,  selbst  Franzose,  ein
Ausländer,  hat  durch  seine  langjährigen  Forschungen  in  unserem
eigenen  Vaterlande  sich  grosse  Verdienste  erworben.  Ich  darf  nicht
nur  wünschen,  dass  die  vielen  Arbeiten  dem  Ende  entgegengeführt
werden,  ich  glaube,  dass  es  meine  Verpflichtung  ist,  wenn  auch  in
der  bescheidenen  Stellung  eines  Herrausgebers,  dabei  auch  Hand  mit
anzulegen.  Das  Werk  selbst  auf  der  Höhe  der  Wissenschaft  ist  eines
            
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