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der Analysis noch in Reserve stehende Gefahren vor. Man kann
nicht umhin, in diesen Thatsaehen und Urtheilen Symptome eines
noch einmal neu beginnenden Kampfes zwischen Geometrie und Rechnung,
als des Kampfes zwischen Fiction und algebraischem Gesetze
zu sehen, damit das Letztere sein Recht sich vollends vindicire.
Denn, dass eine besondere Lagerechnung möglich sei, dies zu läugnen
hatte Niemand den Beruf noch gefühlt; sie ist gar zu gut begründet,
indem die neue Analysis, ja selbst von der Alternativen der Unmöglichkeit
zu jener der Möglichkeit (§. 11) die Richtung genommen,
auch bereits in dem speciellen Falle f (rc) = —• 1 den Lageeinfluss
in den Calcül berufen hat; so dass nach geschehener'Befreundung
mit der leitenden Idee (§. 15) , nur den übrigen speciellen Fällen
noch der Eintritt zu erobern bleibt. Und weil denn neben dieser Möglichkeit
die Mängel des neueren Systems zu Tage liegen, auch
historisch zu Tage liegen, so ist es wahrlich nicht zu früh, erst jetzt
über das Bedürfniss des Fortschrittes zu fragen, sondern vielmehr
reife Zeit, demselben gerecht zu sein, auf dass der alte Kampf zwischen
Gesetz und Fiction ein Ende nimmt. Hiermit dürfte das historische
Bedürfniss um den vorgedachten Schritt gleichfalls begründet
sein. Ungeachtet die Idee von einer Rechnung der Lage so alt, ist
doch die Geschichte ihrer Verwirklichung ziemlich arm, — wenn
man von den Versuchen absieht, die wenngleich im Grunde verwandt,
doch andere Richtung hatten, wie die Untersuchungen über Grössen,
die man negative und imaginäre genannt. Doch kann der Stand und
die Fortgeschrittenheit der Sache aus einem neuern Werke ersehen
werden, worin auch auf frühere Arbeiten Bedacht genommen ist,
nämlich Carnot’s „Geometrie de position” vom Jahre 1803. Es ist
dies ein grosser Versuch, der aber schon von vorneherein jedes
eigene Ziel aufgibt, indem er erklärter Massen sich an die gewöhnliche
Goniometrie und das Drei-Coordinatengerüste klammert, mithin
seinen Charakter und Bestand von diesen entlehnt. Nunmehr erübrigt
also nur die Verwirklichung des vorgedachten Schrittes. Indem auf
diese Art ein System zu Stande kommen soll, worin die Anzahl der
coordinirten Grössen auf das Minimum, auf Eine sich reducirt, so
versteht sich wohl von selbst, dass dies kein Coordinatsystem mehr
werde sein können, sondern dass dasselbe, weil alle Grössen und
Lagen als Untergeordnete nur einer Absoluten erscheinen, eher
als ein Subordinatsystem erkannt werden dürfte. Die Mittel, durch