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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

der  Lfigerechnung.

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Geschwindigkeit  =  c  a,  die  Winkelgeschwindigkeit  =  c,  der  zuriickgelegte
  Weg  =  a  c  t,  und  der  jeweilige  Raumort  am  Ende  von  r  erscheint; ­
  wozu  noch  kommt,  dass  der  initiale  Zustand  mit  6  =  c  t  =  o
das  ist  t  =  o,  auf  die  absolute  Lage  zu  beziehen  ist,  von  wo  aus
die  Bewegung  sich  entwickelt.
§.  19.  Auch  Leihnitzen’s  Scharfblick  drang  tief  in  die  Verfassung ­
  des  Systems  ein.  Und  es  ist  eine  wohl  treffende  Bemerkung,
die  er  diesfalls  that:  Er  vermisse  in  der  neueren  Analysis  überall
noch  eine  Rechnung  der  Lage,  von  der  er  dafürhalte,  dass  sie  von
der  Rechnung  der  Grössen  würde  verschieden  sein  müssen,  die  aber
auszuführen  nicht  einmal  noch  versucht  worden  sei.  Er  sah  also
wirklich  von  dem  Standpunkte  des  Primats  der  Rechnung  vor  der
Geometrie,  auf  das  System  hinüber,  dachte  sich  die  Algebra  als  zur
Herrschaft  im  Raume  berufen  —  denn  wie  konnte  er  sonst  Lage  und
Rechnung  in  Verbindung  bringen?  —  und  fand:  die  Lage  könne
nicht  anders  als  von  den  gewöhnlichen  Grössen  verschieden,  in  die
Rechnung  einbezogen  sein.  Wahrlich,  je  mehr  man  das  Eigenthiimliche
  eines  Systems  denkt,  welches  auf  nur  Einer  absoluten  Richtung
ruht,  und  den  spähenden  Blicken  Leibnitzen’s  beobachtend  nachfolgt, ­
  der  schon  beiläufige  Umrisse  sich  davon  zu  entwerfen  begann,
desto  mehr  wird  man  erkennen,  dass  er  es  bergab  hatte,  den  letzten
Schritt  zu  thun.  Indess  hiervon  abgesehen,  bleibt  die  historische
Thatsache  stehen,  schon  damals  sei  es  ein  Bedürfniss  der  Algebra
gewesen,  sich  der  Lage  als  einer  besonderen  Grösse  vom  Grund  zu
bemächtigen,  und  schon  damals  habe  der  Wurm  an  des  Coordinatsystems
  Stützen  genagt.  D’Alembert  hat  unzweifelhaft  in  gleicher
Weise  einen  Standpunkt  eingenommen,  von  wo  der  alle  Zweige  des
Calcüls  organisirend  durchwehende  Geist  erschaut  wird,  und  wo  Einzelheiten ­
  nicht  mehr  hindern  können,  die  Angelegenheiten  und  das
Loos  der  gesammten  Wissenschaft  mit  einem  allgemeinen  Blick  zu
umfassen,  und  er  hat  den  nämlichen  Mangel  erkannt.  Ja  noch  mehr,
indem  er  vermuthete,  dass  eine  besondere  Rechnung  der  Lage  viel
zur  Vereinfachung  des  Calcüls  beitragen  dürfte,  konnte  er  (s.  Encyclopedie,
  Art.  Situation)  der  freilich  unbestimmten  und  dunklen,
immer  aber  bedeutungsvollen  Besorgniss  sich  nicht  erwehren:  dass
die  gegenwärtige  Verfassung  der  Analysis  mit  ihrer  Goniometrie,
sich  mit  einer  solchen,  andere  Wege  gehenden  Rechnung  der  Lage
nicht  würde  vereinbaren  lassen.  Ihm  schwebten  also  für  die  Integrität
            
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