der Lagerechnung-.
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der Logarithmen fort. Alles dieses war aber nur eine durch die Umstände
gegebene, gewissermassen instinktgemässe Ausbildung, auf
einem Boden und einer Richtung, deren die Zeit sich nicht scheint
bewusst gewesen zu sein. Denn es erhellet nicht, dass man nach
dem Verhältnisse der gleichfalls von den Arabern überkommenen
Algebra einerseits zur Arithmetik , andererseits zur Geometriegefragt
hätte; ja es erhellet seihst nicht, ob hier Verschiedenheit oder Identität
vorausgesetzt war. Und doch hängt so Vieles davon ah. Nur
dunkle unbestimmte Zweifel haben sich geltend gemacht und zuletzt
ein Resultat hervorgetrieben, dem so viel Bewunderung damals und
seither zu Theil geworden ist, dass man darum Anstand nahm, es
auf seinen Werth zu prüfen. Es ist aber nothwendig hierauf näher
einzugehen, damit wie es vorhin hiess, der idealisirte Verstand seine
Gerechtigkeit übe.
§. 13. Mit der Arithmetik war auch die Algebra erstarkt; und
kaum hat sie das Zunehmen ihrer Kräfte wahrgenommen, so fing sie
auch alsbald an, sich mit der alten Geometrie zu messen. Es war
zwar alle die verflossenen Jahrhunderte durch nicht klar, auf welchem
Boden, aus welchem Grunde, und zu welchem Zwecke Algebra und
Geometrie einander begegneten; aber kurz — es kam einmal factisch
und unhintertreiblieh zu dieser Begegnung. Es entspann sich unversehends
ein gegenseitiger Commerz von beiden: es wurden nämlich
Aufgaben der Geometrie durch Algebra, und hinwiederum Aufgaben
der Algebra durch Geometrie gelöst. So suchte nämlich schon
Cavaleri (gest. 1647) den Inhalt von Flächen und soliden Körpern
mittelst Summirung von arithmetischen Reihen zu ermitteln, welche
Methode nach ihm von Fermat und Wallis noch ausführlicher
angewendet worden ist; während auf der andern Seite algebraische
Gleichungen durch geometrische Zeichnung oder Construction gelöset
wurden. Und von dort an, wo diese zwei verschiedenen Kräfte,
Algebra nämlich und Geometrie in demselben Gebiete — dem
Baume—aufeinander trafen, bereitete sich ein charakteristischer Kampf
zwischen beiden vor, dem es auch an merkwürdigen Niederlagen
sammt den Folgen davon nicht fehlt. Wir sahen nämlich die Geometrie
mit einer entschiedenen Überlegenheit, ja mit der vollen Alleinherrschaft
im Raume aus dem Alterthume herübertreten, so dass vor
ihr die Algebra vollends verschwand. Nun aber ist diese gross gewachsen,
und kündigt sich ihr sofort als Rivalin an. Die Übersicht über
Sitzb. d. mathem.-naturw. CI. I. Bd. 27