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Ryll. Elemente
hier, ohne mit Nothwegdigkeit die Sorge in Betreff der Gediegenheit
des Planes und der Zulänglichkeit des Bodens, welchen er in Anspruch
nimmt, auf sich zu haben, sich auf die Voraussetzung der diesfalls
bereits anderweitig geleisteten Sache verlassen, und um so zuversichtlicher
darüber hinaus fortschreiten kann, als im Falle wo Grundlage
und Plan Keime zu einer wenngleich erst später hervortretenden
Unordnung in sich trügen, die Calamität des Erfolges höchstens eine
allgemeine Calamität der Wissenschaft wird, die kein Einzelner zu
tragen oder zu verantworten hat. Aber eben der wahren Wissenschaft
Interesse wird es fordern, diese Bequemlichkeit und Sicherheit des populären
Wesens von der genuinen inneren Wahrheit und Richtigkeit der
Grundlegung zu unterscheiden; der wahren Wissenschaft Interesse
wird fordern, dass unbeachtet gebliebene Umstände und Gründe nachgeholt
und zur Geltung gebracht werden, sei es selbst unter Umständen,
dass ein Versuch dieser Art keine Stimme für sich hat, ausser
seinem baren Gehalt. Vor dem ernsten Gerichte der Zeit kann die
geläufige Gangbarkeit der Urtheile in irgend einer Zeit keinen zureichenden
Schutz zu Stande bringen. Während der Einzelne und wäre
er der Zeitgeist selbst, nur aus und nach Gesichtspunkten seiner
Individualität zu urtheilen vermag, führt nur die Concurrenz und
Suceession vieler Urtheile unter abtliessender Zeit den Erfolg mit sich,
dass, was an den Partialurtheilen von Präjudiz, Einseitigkeit oder gar
Übertreibung und Leidenschaft hängt, in dem Conflict der Sentenzen
sich paralisirt, und durch ein solches Nullwerden des Ungültigen ein
Rest herausgebildet wird, der, gleichwie der Stein durch wohlgetroffene
Wegschaffung des Überflüssigen unter der Hand des Meisters
zum vollendeten Bildniss wird, zuletzt als das vollkommene
Urtheil des idealen menschlichen Geistes stehen bleibt. Der Verstand
kann nicht umhin, an der wirklichen Übereinstimmung des Gedachten
sowohl mit sich selbst als auch mit den letzten nothwendigen Voraussetzungen
davon seine Befriedigung zu linden. Allein diese setzt immer
die ersteren voraus, kann ohne sie nicht subsistiren, es wäre denn,
dass sie nur Täuschung ist, die über kurz oder lang der Einsicht
weichen muss; wie die Geschichte auch Beispiele solcher Art aufzuweisen
hat, Täuschungen können zwar sehr tief Wurzel fassen, so lange
der Verstand nämlich mit der Deutung der Symptome ihrer wahren
Natur nicht im Klaren ist; aber sowie die reine, einfache Wahrheit
ihn zufrieden zu stellen, vermögen sie selbst zur Zeit ihrer ausge-