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Schrotter. Über einen neuen
die Röhre etwas über das Quecksilber zu stehen kömmt. Der Apparat
füllt sich so mit Wasser, man entfernt nun den Kork, und behandelt
die dunkelrothe Masse mit Kohlensulfid, in welchem sich, wie
bereits oben angeführt wurde, nur der gewöhnliche, nicht aber der
amorphe Phosphor löst. Dieser wird nun ohne Unterbrechung auf
dem Filter mit Kohlensulfid vollkommen gut ausgewaschen. Hiebei
muss man darauf achten, dass das Pulver immer von Kohlensulfid
gehörig benetzt ist, indem sich sonst der darin gelöste, beim Verdunsten
des Kohlensulfides feinvertheilt zurückbleibende Phosphor
von selbst entzündet. Den auf diese Art behandelten Phosphor bringt
man in eine Porzellanschale, und trocknet ihn bei 70—80°. Um
demselben die letzten Spuren von Kohlensulfid zu entziehen, muss
man ihn entweder mit einer schwachen Kalilauge kochen, oder in
einem Strom von Kohlensäure bis 180 oder 160° erhitzen. Auch
darf das Filter nicht vom Wasser benetzt werden, ehe die Phosphorlösung
darauf kömmt, weil diese sonst nur sehr langsam durchgeht.
Hat sich der Phosphor zu einer festen Masse vereiniget, so
muss diese unter Wasser fein zerrieben und dann erst mit Kolilensulfid
behandelt werden.
Der amorphe Phosphor erscheint nach dem Trocknen als ein
glanzloses Pulver, dessen Farbe vom Scharlachrothen ins Dunkelcarmoisinrothe,
ja unter gewissen Umständen bis ins Bräunlichschwarze
übergehen kann.
Beim jedesmaligem Erwärmen erscheint die Farbe dunkler.
Die Dichte desselben beträgt bei 10° C. 1,964. Jedenfalls ist
derselbe dichter als der geschmolzene Phosphor, weil er darin untersinkt.
Der Phosphor zeichnet sich in seiner amorphen Modification
durch seine grosse Indifferenz aus. Er leuchtet im Dunkeln erst dann,
wenn er bis nahe zu der Temperatur erhitzt wird, bei der er sich
entzündet, was sowohl in Sauerstoff als in atmosphärischer Luft erst
bei 260° eintritt. An der Luft bleibt derselbe vollkommen unverändert,
und von den Körpern, die den gewöhnlichen Phosphor lösen,
wird er fast gar nicht, oder nur in höchst unbedeutender Menge aufgenommen.
Chlor wirkt auf denselben zwar schon bei gewöhnlicher
Temperatur, aber die Bildung der beiden Chloride geht ohne alle
Feuer-Erscheinung und ohne einen Rückstand zu lassen vor sich.
Nur wenn man den amorphen Phosphor bis zu der Temperatur