398
Ryll. Elemente
Operation anzeigten, nicht mehr selbst erscheinen, sondern vertreten
sind. Und sie sind offenbar durch denCoefficienten g ersetzt. Dieser
*>
aber ist ersichtlich eine reine Zahl. Die reine Zahl hat demnach hier
die Verrichtung übernommen, die geschehene Operation zu exhibiren.
Hätte man ganz die nämliche Operation, die mit X geschehen ist, mit
einer zweiten heterogenen Grösse, das ist einer solchen, die keine
Linie wäre, vorgenommen, wäre auch dann die Zahl g in der nämlichen
Verrichtung hervorgetreten, und dasselbe wäre der Fall, wenn
eine dritte, vierte, fünfte, überhaupt wenn jede andere heterogene
Grösse in die Stelle von H eingetreten wäre. Hätte man dagegen
jede solche Operation unterlassen, so wäre es zur Entstehung oder
zum Auftreten der Zahl gar nicht gekommen. Da nun die Zahl ohne
die Operation nicht entsteht, im Fall der Operation aber immer auf
dieselbe Art entsteht, mögen die zur Operalion verwendeten Grössen
von Fall zu Fall die verschiedensten sein, so wird die Zahl anstatt
für eine Grösse gehalten zu werden, wohl richtiger als Ausdruck der
angegebenen Operation mit was immer für Grössen zu erklären sein.
Dadurch, dass sie mit den verschiedensten Grössen in Verbindung
kommt, kann die Natur dieser Grössen sammt allen Umständen darin,
auf sie, nämlich die Zahl, nicht übergehen, so dass es keine solchen
Sorten von Zahlen geben kann, die durch Umstände einzelner Grössensorten
charakterisirbar wären. Nehme man Umstände von auch
nur Einer Grössensorte unter die Eigenschaften der Zahl auf, müsste
man bei anderen, und demzufolge dann schon bei allen Grössensorten
auf Verlangen und zur Darthuung der Consequenz das Nämliche tliun,
und dieses müsste zur Verwirrung führen. Eine Zahl wird demnach
ebensowenig negativ als imaginär u. s. w. sein können, sondern ihr
ist nur gegeben, die Operation zu repräsentiren. Diese nun hat eine
zweifache Bedingung: erstlich dass ein Gegenstand dazu gegeben ist,
und dann dass der Verstand wirklich operirt. Ohne Gegenstand verlöre
die Operation ihr sächliches Moment als die erste nothwendige
Bedingung, und ihre Subsistenz wäre dann unbegreiflich und unmöglich.
Daher muss dort, wo jene vollzogen wird, die Bedingung als
erfüllt festgehalten werden, und wenn hierüber irgendwo noch keine
Evidenz vorhanden war, so muss man dortseihst vor allem die Frage
zur Erledigung bringen, an was für einem Gegenstände dieReclmung.
wenn sie auch nur als Kunst geübt Avird, ihre Subsistenz manifestiren
will. Es kann allerdings auch die, einmal erkannte, Zahl dieser Gegen-