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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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K  n  o  c  h  e  n  h  a  u  e  r.  Veränderungen.

gewichtes  oder  nach  Verlauf  des  Ladungsstromes  in  ihr  zurückbleibt ­
 1 )»  und  überdies  stehen  die  Wertlie  der  Drathlängen  gegen
einander  in  einem  Verhältnisse,  das  dem  in  der  gegenwärtigen  Abhandlung ­
  für  den  Ort  -jj-  =  Maximum  und  —  =  1  gelten  den  entspricht. ­
  Diese  Versuche  mit  dem  Funkenmesser  lehren,  dass  die  Theile
des  Schliessungsdrathes  beim  elektrischen  Strome  in  eine  zweifache
Spannung  versetzt  werden  können,  und  dass  beide  Arten  der  Erregtheit ­
  zu  gleicher  Zeit  Vorkommen;  auch  unterscheiden  sich  noch  beide
Arten  am  Funkenmesser  dadurch,  dass  bei  der  zuletzterwähnten  Art
die  beobachteten  Zahlenunmittelbar  Geltung  haben,  die  andern  dagegen
die  Hinzunahme  einer  constanten  Grösse  erfordert  (bei  meinem  Instrument ­
  2,61  für  eine  Ladung  der  Hauptbatterie  =  40,00).  Gehen  wir
von  diesen  Thatsaehen  aus,  so  kann  der  Hergang  bei  den  Erscheinungen ­
  mit  der  Nebenbatterie  folgender  sein.  Wenn  sich  die  geladene
Hauptbatterie  über  ihren  Schliessungsdrath  entladet,  so  kommen  auf
demselben  zwei  Stellen  vor,  an  welchen  das  Gleichgewicht  der  Spannung ­
  nicht  ohne  besondere  neue  Spannungsverhältnisse  hergestellt
werden  kann,  nämlich  an  den  beiden  Stellen,  wo  sich  der  Schliessungsdrath ­
  der  Nebenbatterie  anreiht.  Soll  demnach  auch  dieser
Drath  erregt  werden,  um  mit  seiner  Spannung  das  Gegengewicht  zu
halten,  so  ist  ersichtlich,  dass  jede  auf  ihm  erregte  Spannung  so
lange  durch  die  Nebenbatterie,  in  welcher  ebenso  wie  in  der  Hauptbatterie ­
  grössere  Metallflächen  durch  einen  Nichtleiter  getrennt  sind,
umgeformt  wird,  bis  von  der  Seite  dieser  Batterie  ein  ganz  ähnlicher
elektrischer  Zustand  herkommt,  als  von  der  Seite  der  Hauptbatterie,
bis  also  die  Nebenbatterie  ebenfalls  als  eine  geladene  der  anderen
ursprünglich  geladenen  Batterie  entgegenwirkt.  Man  setze,  um  den
einfachsten  Fall  zu  haben,  dass  beide  Batterien  gleich  viele  Flaschen
enthalten,  und  dass  beide  Schliessungsdräthe  gleich  lang  sind,  so
wird  man  sogleich  abmessen,  so  wenig  wir  auch  bis  jetzt  das  Wesen
der  elektrischen  Spannung  kennen  und  wissen,  wie  die  Molecule  des
Drathes  gestellt  sein  müssen,  um  in  diese  elektrische  Erregtheit  zu
kommen,  so  wird  man,  meine  ich,  sogleich  abmessen,  dass  ein  Gleich-*)
  In  der  citirten  Abhandlung  habe  ich  fälschlich  auch  der  Hauptbatterie  eine
gleiche  Schlagweite,  wie  der  Nebenbatterie  beigelegt,  diese  bleibt  jedoch  die
ursprüngliche  und  die  Beobachtung  bei  2  Flaschen  in  der  Hauptbatterie  und
1  Flasche  in  der  Nebenbatterie  müssen  ebenso  gedeutet  werden,  wie  die  späteren ­
  bei  drei  Flaschen  in  der  Hauptbatterie  und  1  Flasche  in  der  Nebenbatterie.
            
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