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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

des  Entladungsstromea  etc.

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hat,  als  ein  stärkerer  Drath  von  8  Fuss  Kupfer,  wenn  sie  bei  gleicher
Ladung  der  Batterie  in  einen  gleich  langen  Sehliessungsdrath  eingeschaltet ­
  werden;  bringt  man  weiterhin  diese  beiden  Drätlie  als
zwei  Zweige  in  einen  Sehliessungsbogen,  so  findet  eine  solche
Stromtheilung  Statt,  dass  ein  gleicher  Stromtheil  durch  jeden  der
beiden  Zweige  hindurchgeht.  Aus  dieser  Thatsache  folgere  ich,  dass
der  Strom  einer  Batterie,  wenn  ihm  zwei  Wege  geöffnet  sind,  nicht
einfach  demjenigen  nachgehen  kann,  auf  welchem  er  den  geringsten
Widerstand  tindet,  auf  dem  er  also  am  schnellsten  zu  seinem  Ziele
gelangen  würde,  sondern  dass  hei  einem  elektrischen  Strome  vielmehr ­
  ein  Gleichgewicht  in  der  Spannung  der  einzelnen  Tlieile  der
Leitung  stattfinden  müsse,  und  dass  ohne  dieses  Gleichgewicht  ein
elektrischer  Strom  gar  nicht  bestehen  könne.  Soll  also  der  Strom
getheilt  durch  zwei  Dräthe  hindurchgehen,  so  muss  er  nach  beiden
Seiten  hin  in  solcher  Vertheilung  gehen,  dass  diese  partiellen  Ströme
mit  gleicher  Spannung  verbunden  sind;  der  Strom  muss  also  im
angeführten  Falle  durch  8'  Kupfer  und  5',7  Platin,  ohne  Rücksicht
auf  die  ungleichen  Widerstände  der  beiden  Dräthe,  mit  gleicher
Stärke  gehen,  weil  nur  so  das  Gleichgewicht  der  Spannung  besteht.
§.  37.  Gehen  wir  näher  auf  unsern  Fall  mit  der  Nebenbatterie
ein,  so  habe  ich  auch  hierfür  schon  merkwürdige  Spannungsverhältnisse ­
  nachgewiesen  ifnd  in  Poggendorf's  Annalen  Bd.  71,
pag.  343,  bekannt  gemacht.  Bringt  man  nämlich  in  den  Schliessungsdrath
  einer  Batterie  eine  zweite  ein,  bei  welcher  Zusammenstellung
gegen  Fig.  1  nur  der  Mitteidrath  M  fortfällt,  so  findet  bei  der  Entladung ­
  der  Hauptbatterie  die  bekannte  Ausgleichung  der  Elektricität
auf  beide  Batterien  Statt,  und  der  ganze  Hergang  stellt  sich  scheinbar ­
  gleich  einem  gewöhnlichen  Entladungsstrome  dar.  Sobald  man
also  zwei  Stellen  des  Leitungsdrathes,  welche  auf  derselben  Seite
der  Nebenbatterie  liegen,  mit  einem  Funkenmesser  verbindet,  so
zeigt  sich  der  Drath  wie  ein  einfacher  Sehliessungsdrath  der  Batterie,
gleichsam  als  wäre  statt  der  Nebenbatterie  nur  derjenige  Drath  eingeschaltet ­
  worden,  welchen  sie  in  sich  enthält.  Allein  ganz  andere
Spannungserscheinungen  treten  hervor,  wenn  man  mit  dem  Funkenmesser ­
  zwei  auf  verschiedenen  Seiten  der  Nebenhatterie  liegende
Stellen  verbindet;  jetzt  erweist  sich  die  Nebenbatterie  ebenso  geladen, ­
  wie  die  Hauptbatterie,  sie  gibt  Schlagweiten,  als  wäre  in  ihr  die
doppelte  Spannung  vorhanden,  die  nach  Herstellung  des  Gleich-
            
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