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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

des  Entladungsstromes  etc.

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Aus  allen  8  Reihen  geht  also  so  viel  hervor,  dass  ein  in  M  eingereihter
  Platindrath  in  den  Werthen  von  keine  anderen  Verän-6
  h
derungen  hervorbringt,  als  welche  von  den  schon  früher  bekannten
Wirkungen  dieser  Dräthe  erwartet  werden  konnten.
§.  35.  Nachdem  ich  die  Resultate  einfach  dargelegt  habe,  die
aus  den  mitgetheilten  Beobachtungen  mit  dem  Luftthermometer  über
diejenigen  Veränderungen  gezogen  werden  konnten,  welche  der
Strom  einer  elektrischen  Batterie  erleidet,  wenn  an  den  Schliessungsdrath
  noch  eine  zweite  Batterie  geknüpft  ist,  so  werde  ich  jetzt  noch
meine  Ansichten  über  den  Hergang  bei  diesen  Veränderungen  aussprechen ­
  und  daneben  die  Thatsachen  angeben,  die  ich  mit  dem
Funkenmesser,  wenn  auch  nur  mehr  probeweise  ermittelt  habe.
Um  zuerst  bei  den  bis  jetzt  geltenden  Ansichten  über  den
elektrischen  Strom  stehen  zu  bleiben,  so  findet  man,  trotzdem,  dass
man  in  der  Elektricität  nicht  gern  Materielles  anerkennen  möchte,
doch  bei  der  Erklärung  aller  bisher  aufgestellten  Formeln  die  Grundansicht ­
  durchgehen,  dass  hei  der  Entladung  der  Batterie  ein  Strom
elektrischer  Materie  von  der  inneren  zur  äusseren  Belegung  übergeht,
mit  dem  der  entgegengesetzte  Strom  von  der  äusseren  zur  inneren
Belegung  zusammenhängt.  Nach  dieser  Ansicht  würde,  wenn  man
nur  den  positiven  Strom  ins  Auge  fasst,  der  Hergang  sich  etwa  also
erklären.  Dem  aus  dem  Innern  der  Hauptbatterie  herkommenden
Strome  stehen  an  der  Stelle,  wo  der  Mitteldrath  beginnt,  zwei  Wege
offen;  er  kann  entweder  unmittelbar  durch  diesen  Drath  nach  der
äusseren  Belegung  der  Hauptbatterie  strömen,  er  kann  sich  aber
auch,  wie  es  beim  sogenannten  Ladungsstrom,  wo  M  fehlt,  der  Fall
ist,  in  die  Nebenbatterie  stürzen,  indem  er  in  dem  Masse,  als  er  sich
im  Innern  dieser  Batterie  ansammelt,  negative  Elektricität  auf  ihrer
Aussenseite  bindet,  die  dadurch  frei  gewordene  positive  Elektricität
zur  Aussenseite  der  Hauptbatterie  entsendet,  und  bintenher  durch  N
und  M,  den  Schliessungsdrath  der  Nebenbatterie,  seine  Ausgleichung
mit  der  kurz  vorher  von  ihm  gebundenen  negativen  Elektricität  findet.
Nach  dieser  Erklärung  hat  man  zwei  Acte  zu  unterscheiden,
erstens  die  Entladung  der  Hauptbatterie  sowohl  durch  Ausströmen
über  M,  als  durch  Ladung  der  Nebenbatterie,  zweitens  die  Entladung
der  Nebenbatterie;  beide  Acte  brauchen  jedoch  derZeit  nach  nicht
ganz  auseinander  zu  liegen,  denn  während  der  Entladung  der  Neben-
            
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