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Schrotter. Über einen neuen
ficirte in Form einer rothen Kruste zurückbleibt. Auf gleiche Weise
in der dritten Kugel behandelt, erhält man dasselbe Resultat. Wird
nun der in der zweiten und dritten Kugel gebliebene Rückstand stark
genug erhitzt, so fängt derselbe sehr bald an zu verschwinden,
während sich in den kälteren Theilen der Röhre wieder wasserhelle
Tropfen von gewöhnlichem Phosphor ansammeln. Man kann auf
diese Weise den Phosphor beliebig aus der einen Modification in die
andere überführen, und ihn fast gänzlich in der letzten Kugel als
wasserhelle Flüssigkeit sammeln, in welchem Zustande er zuweilen
durch längere Zeit bleibt. In einem Falle sah ich ihn durch 36 Tage
hei einer Temperatur, die während dieser Zeit einigemal — 5°
betrug, vollkommen flüssig bleiben. Es ist kein Fall bekannt, wo
das Vorhandensein verschiedener allotropischer Zustände auffallender
und bestimmter den Augen der Schüler vorgeführt werden könnte,
als eben dieser. Übrigens lässt sich die Umwandlung in den amorphen
, und aus diesem wieder in den gewöhnlichen, d. i. krystallisirten
Zustand, auch in einer ganz zugeschmolzenen, mit einer
indifferenten Gasart gefüllten Röhre, obwohl nicht ganz ohne Gefahr,
anstellen.
Als ich versuchte den Phosphor in einem Raume, der nur sehr
verdünnte Luft enthielt, durch Erwärmung in den amorphen Zustand
überzuführen, zeigte es sich, dass dies nicht zu bewirken war,
man mochte denselben noch so lange erwärmen. Die Ursache hievon
liegt aber nur in dem verminderten Drucke, welcher bewirkt, dass
der Phosphor nicht die Temperatur erreichen kann, die zur Umwandlung
nothwendig ist. Obwohl ich, was das Nähere der hierüber
angestellten Versuche betrifft, auf die Abhandlung selbst verweisen
muss, so will ich hier nur anführen, dass der Siedepunkt des Phosphors
unter einem Drucke von 120 m ' n bei 163° liegt, während, wenn
der Druck ol4 mm beträgt, das Sieden erst bei 230° eintritt.
Die Temperatur, bei welcher der gewöhnliche Phosphor in den
amorphen übergeht, lässt sich nicht mit Genauigkeit bestimmen,
denn innerhalb gewisser Grenzen bewirkt eine niedere Temperatur
dasselbe in längerer Zeit, was bei einer höheren schon in kürzerer
geschieht. Ich sah die Umwandlung hei 215° C. eintreten, wenn der
Phosphor lange genug dieser Temperatur ausgesetzt wurde; am
raschesten geht sie indess zwischen 240 und 250° C. vor sich. Als
ich den Versuch so anstellte, dass der Phosphor heim Erwärmen