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Schrotte r. Über einen neuen
welche verschiedene mit allen möglichen Vorsichten gereinigte und
getrocknete Gasarten, wie Kohlensäure, Wasserstoffgas oder Stickgas
enthielten. Um die dem Phosphor hartnäckig anhängende geringe
Menge von Feuchtigkeit zu entfernen, wurde derselbe vor dem Zuschmelzen
der Röhren zuerst erwärmt, und aus der ersten Kugel in
die zweite üherdestillirt. Die so vorgerichteten Röhren wurden nun
der Einwirkung des Lichtes ausgesetzt, und es fand sich, dass die
Veränderung des Phosphors in allem auf gleiche Art vor sich ging.
Reim Aufbrechen der Röhren war weder durch den Geruch, noch
sonst auf eine Weise, das Vorhandensein eines fremden Gases zu
bemerken, und dies war auch dann nicht der Fall, als der Phosphor
in feuchtem Zustande angewendet wurde. Hieraus muss geschlossen
werden, dass die Veränderung, welche der Phosphor durch das
Licht erleidet, von der Gegenwart des Sauerstoffes ganz unabhängig
ist, also von keiner Oxydation bedingt sein kann.
Bei einer aufmerksamen Betrachtung des roth gewordenen Phosphors
zeigte sich, dass derselbe nicht durch seine ganze Masse
gleichförmig gefärbt war, sondern dass sich feine rothe Theilchen
in demselben abgesondert hatten. Diese rothen Theilchen sind in
Kohlensulfid unlöslich, sie lassen sich daher durch dasselbe von dem
übrigen Phosphor trennen, und ich werde weiter unten durch die
unzweideutigsten Versuche zeigen, dass sie wirklich nichts anderes
als reiner Phosphor sind, der sich in einem anderen allotropischen
Zustande, und zwar in dem amorphen, befindet.
Sowohl die Erscheinungen, welche ich hei dem Behandeln des
Phosphors in den verschiedenen Gasen zu beobachten Gelegenheit
hatte, als auch die Betrachtung, dass die chemischen Wirkungen
der Wärme denen des Lichtes meistens analog sind, veranlassten
mich, zu untersuchen, ob dies auch hier der Fall sein werde.
Ich erwärmte zu diesem Behufe Phosphor in einer Atmosphäre
von Stickgas, Kohlensäure oder Wasserstoffgas nach und nach bis
zu 226° C. und erhielt diese Temperatur durch einige Zeit constant.
Es traten bald Erscheinungen ein, die gewiss längst vor mir von
Anderen oft gesehen, aber nicht beobachtet und bisher von
Niemandem richtig gedeutet wurden. Auch ich hätte dieselben
vielleicht unbeachtet gelassen, wenn ich nicht durch die vorher angegebenen
Thatsaclien darauf vorbereitet gewesen wäre. Der Phosphor
nahm nämlich bald die schöne fast carmoisinrothe Farbe an,