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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

Schrott  er.  Miotropischer  Zustand  des  Phosphors.

2S

Was  endlich  des  hetzte  der  oben  angeführten  Resultate  betrifft,
zu  denen  Herr  Molnär  gelangt  zu  sein  vorgibt,  nämlich  das  überraschende ­
  Auffinden  von  Platin  in  dem  Olähpianer  Sande,  so  lässt
sich  nur  der  Wunsch  ausdrücken,  dass  das  Product  dieser  glücklichen ­
  Schlemmung  (eine  andere  am  montanistischen  Museum  durch
Herrn  Kop  etzki  mit  dem  Olähpianer  Sande  vorgenommene  Schlemmprobe ­
  gab  keinen  Erfolg)  zur  Ansicht  und  Untersuchung  vorgelegt
werden  möge.  Einleitungen  dazu  hat  Herr  Nendtvich  selbst  getroffen.
Erst  wenn  die  Gegenstände  der  Frage  angelangt  sein  sollten,  wird
man  darin  weiter  gehen  können.
Der  Berichterstatter  macht  den  Antrag,  die  Sache  bis  dabin
ruhen  zu  lassen.  Hinsichtlich  der  am  Schlüsse  des  Nendtvich’schen
Aufsatzes  berührten  wünschenswerthen  Ausmittelung  der  geologischen ­
  Beziehungen  des  goldführenden  Sandes  von  Olähpian  zu  den
Seifenwerken  des  Urals  behält  der  Berichterstatter  sich  vor,  über  die
siebenbiirgische  Lagerstätte,  da  diese  in  geologischer  Hinsicht  fast
unbekannt  ist,  der  Akademie  in  einer  der  nächsten  Sitzungen  einen
besonderen  Bericht  abzustatten.  Aus  diesem  wird  die  Verschiedenheit ­
  ersichtlich  werden,  die  auch  in  geologischer  Beziehung  zwischen
beiden  Lagerstätten  stattfindet.

Professor  Schrott  er  liest  folgenden  Auszug  aus  einer  für  die
Denkschriften  bestimmten  Arbeit:  „Über  einen  neuen  allotropischen ­
  Zustand  des  Phosphors.”
Es  ist  eine  seit  langer  Zeit  bekannte  Thatsache,  dass  der
Phosphor,  der  Einwirkung  des  Lichtes  ausgesetzt,  eine  rothe  Farbe
annimmt.  Die  Ursache  dieser  Veränderung  wurde  bisher  eben  so
wenig  untersucht,  als  die  näheren  Umstände,  unter  welchen  sie  vor
sich  geht.  Berzelius  schreibt  dieselbe  einem  Übergange  des
Phosphors  in  einen  andern  allotropischen  Zustand  zu,  während
viele  andere  Chemiker  den  rothen  Körper  für  Phosphoroxyd  halten.
Ich  wurde  im  Juni  des  Jahres  18415  veranlasst,  diese  Verhältnisse ­
  näher  zu  studiren,  und  fing  damit  an,  zu  untersuchen,  ob  die
durch  das  Licht  bewirkte  Veränderung  in  verschiedenen  gegen  den
Phosphor  indifferenten  ganz  trockenen  Gasen,  also  bei  vollkommenem ­
  Ausschluss  des  Wassers,  auf  ganz  gleiche  Weise  vor  sich  gehe.
Derselbe  wurde  zu  diesem  Behufe  in  Kugelröhren  eingeschmolzen,
            
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