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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

des  Entladuiigsstromes  etc.

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§.  14.  Als  zweites  Resultat  der  Beobachtungen  stellt  sieb  heraus,
dass  Platindräthe  in  //  sowohl,  als  in  N  trotz  des  grossen  Widerstandes, ­
  welchen  sie  darbieten,  doch  den  Ort  des  Maximums  nicht
verändern,  sondern  nur  einfach  nach  ihrer  eompensirten  Länge  in
Kupferdrath  gerechnet  werden  müssen.  Findet  sich  überdies  der
Platindrath  in  H,  so  bleibt  auch  das  Verhältniss  ganz  dasselbe,
wie  bei  Kupferdrath  allein;  tritt  dagegen  der  Platindrath  in  N  ein,
so  sinkt  der  Werth  von  und  zwar  desto  stärker,  je  geringer  die
Länge  von  M  ist.
§.  IS.  Da  in  allen  vorstehenden  Tabellen  M  nur  aus  Kupferdrath ­
  von  unbedeutendem  Widerstande  besteht,  so  lässt  sich  aus  den
sich  gegenseitig  beschränkenden  Zahlen  von  n  und  h  abnelimen,  dass
die  durch  die  Batterie-Entladung  in  allen  Dräthen  zusammen  frei
werdende  Wärme  bei  allen  Änderungen  von  N  dieselbe  Grösse
behält.  Man  berechnet  nämlich,  wie  bekannt  ist,  die  auf  dem  Schliessungsdrath
  einer  elektrischen  Batterie  frei  werdende  Wärme  dadurch,
dass  man  die  beobachteten  Thermometergrade  mit  dem  Widerstande
der  dazu  gehörigen  Dräthe  multiplicirt;  die  gefundene  Zahl  steht
dann  zur  ganzen  Wärme,  so  lange  nur  dasselbe  Thermometer  unter
denselben  Umständen  zur  Messung  gebraucht  wird,  in  einem  constanten
  Verhältnisse.  So  leicht  aber  auch  aus  der  Vergleichung  der
Zahlen  h  und  n  das  angegebene  Resultat  folgt,  so  schwierig  ist  es
doch,  die  Berechnung  auf  strenge  Weise  zu  führen,  da  mehrere  zu
derselben  erforderlichen  Data  noch  unsicher  bleiben.  Nicht,  dass  wir
die  Erwärmung  in  Mnoch  nicht  kennen,  denn  mag  man  sie  immerhin
=  h  setzen,  der  Einfluss  des  Fehlers  ist  bei  dem  geringen  Widerstande ­
  von  M  nur  unbedeutend,  allein  zwischen  den  Kugeln  des  Ausladers ­
  und  in  der  Batterie  selbst  linden  Widerstände  Statt,  deren
Grösse  sich  weder  von  einander  trennen,  noch  sicher  begründen
lässt.  Schon  oben  §.  5  gab  ich  an,  dass  hei  einer  Batterie  von  2
Flaschen  ein  aus  IS'  K.,  und  PI.  gebildeter  Scliliessungsdrath  einen
Widerstand  —  1,00,  PI.  einen  Widerstand  =  0,S6  und  20'K.  einen
Widerstand  ==  0,144  durbieten;  berechnet  man  nach  diesen  Daten
den  Widerstand  1,00,  so  gibt  PI.  0,S6  und  IS'  K.  0,11,  demnach
fehlt  noch  an  Widerstand  0,33,  wovon  der  Auslader  seihst  hei  seinen
starken  Metalltheilen  sehr  wenig  tragen  kann,  der  übrige  Theil  also
entweder  in  der  Luftschichte  zwischen  den  Kugeln  des  Ausladers
Sitib.  d.  mathem.-naturw.  CI.  I.  Bd.

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