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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

des  Eiitladungsstromes  etc.

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Tlieile  ist  der  Cylinder  ausgebaucbt,  verläuft  in  die  etwa  %  Linie
im  Lichten  weite  calibrirte  und  mit  einer  Scale  versehene  Röhre  F,
welche  am  Ende  das  gläserne  Gefäss  G  zur  Aufnahme  des  Spiritus
trägt.  Ausserdem  helindet  sich  noch  an  der  einen  Fassung  eine
kleinere,  mit  einer  Klappe  luftdicht  verschliessbare  Öffnung,  um  vor
jeder  Beobachtung  den  Spiritus  in  der  etwas  geneigten  Röhre  auf
den  Stand  des  Gleichgewichtes  zurückzuführen,  ein  Erforderniss,  das
um  so  nöthiger  ist,  als  von  der  Länge  der  Spiritussäule  in  der  Röhre
F  die  Zahl  der  Erwärmungsgrade  abhängt,  insofern  hei  längerer
Säule  der  zu  überwältigende  Widerstand  wächst,  hei  kürzerer
abnimmt,  und  somit  die  Zahlen  hei  gleicher  Ladung  und  gleichem
Schliessungsdratlie  mit  dieser  Länge  variiren.  Fig.  3  gibt  eine
Seitenansicht  des  Instrumentes;  A  ist  der  Cylinder,  B  und  C  die
Fassungen  der  Hälse,  G  und  Hdie  gläsernen  Stützen  des  Cylinders,
1  und  Ädie  gläsernen  Stützen  der  Quecksilbernäpfe,  L  die  Klappe,
Mdie  Röhre,  welche  unter  sich  auf  den  Stützen  O  und  jPdie  in  Linien
getlieilte  Messingscale  hat;  hinten  über  dem  gläsernen  Gefäss  IV  ist
zur  Sicherung  gegen  Staub  ein  Holzeylinder  leicht  übergeschoben.
$.  4.  Sowie  durch  dieses,  wie  ich  glaube,  sehr  zuverlässige
Instrument  der  Platindrath  ohne  alle  weitere  Zwischenverbindung  in
den  Schliessungsdrath  eingeht,  so  war  ich  hei  der  übrigen  Anordnung ­
  bemüht,  alle  unwesentlichen  Verbindungsstücke  zu  vermeiden.
Es  schloss  sich  also  an  den  die  Kugeln  der  Flaschen  A  (Fig  1)  verbindenden ­
  Querstab  (von  der  Kugel  der  Flasche  geht  erst  ein  starker
Messingstab  durch  einen  Holzdeckel,  dann  ein  Kupferdrath  an  die
innere  Belegung)  unmittelbar  ein  Kupferdrath  bis  zum  Auslader  B  an,
und  von  diesem  ging  wieder  ein  Kupferdrath  bis  F,  nur  in  C  D  durch
einen  Platindrath  von  gleicher  Länge  und  Stärke  wie  der  Platindrath
in  dem  Luftthermometer  unterbrochen  ;  ebenso  waren  in  den  übrigen
Theilen  nur  Kupfer-  und  Platindräthe  von  derselben  Sorte;  alle  Verbindungen ­
  wurden  durch  isolirte  Quecksilbernäpfe  hergestellt  und  die
Uräthe  selbst  hingen  soweit  als  nöthig  an  seidenen  Fäden.  Vor  Beginn
der  Untersuchung  musste  zunächst  das  Instrument,  dann  der  Platindrath ­
  nach  dem  Werthe  seiner  durch  Kupferdrath  compeiisirlen  Länge
geprüft  werden.  In  dieser  Beziehung  verweise  ich  auf  meine  in
Poggend.  Ann.  Band  67,  p.  468,  abgedruckte  Abhandlung,  in  der  ich
die  compensirten  Werthe  für  denselben  0,ol3  Linien  starken  Kupferdrath ­
  und  denselben  0,081  Linien  starken  Platindrath  mittelst  des
            
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