des Eiitladungsstromes etc.
319
Tlieile ist der Cylinder ausgebaucbt, verläuft in die etwa % Linie
im Lichten weite calibrirte und mit einer Scale versehene Röhre F,
welche am Ende das gläserne Gefäss G zur Aufnahme des Spiritus
trägt. Ausserdem helindet sich noch an der einen Fassung eine
kleinere, mit einer Klappe luftdicht verschliessbare Öffnung, um vor
jeder Beobachtung den Spiritus in der etwas geneigten Röhre auf
den Stand des Gleichgewichtes zurückzuführen, ein Erforderniss, das
um so nöthiger ist, als von der Länge der Spiritussäule in der Röhre
F die Zahl der Erwärmungsgrade abhängt, insofern hei längerer
Säule der zu überwältigende Widerstand wächst, hei kürzerer
abnimmt, und somit die Zahlen hei gleicher Ladung und gleichem
Schliessungsdratlie mit dieser Länge variiren. Fig. 3 gibt eine
Seitenansicht des Instrumentes; A ist der Cylinder, B und C die
Fassungen der Hälse, G und Hdie gläsernen Stützen des Cylinders,
1 und Ädie gläsernen Stützen der Quecksilbernäpfe, L die Klappe,
Mdie Röhre, welche unter sich auf den Stützen O und jPdie in Linien
getlieilte Messingscale hat; hinten über dem gläsernen Gefäss IV ist
zur Sicherung gegen Staub ein Holzeylinder leicht übergeschoben.
$. 4. Sowie durch dieses, wie ich glaube, sehr zuverlässige
Instrument der Platindrath ohne alle weitere Zwischenverbindung in
den Schliessungsdrath eingeht, so war ich hei der übrigen Anordnung
bemüht, alle unwesentlichen Verbindungsstücke zu vermeiden.
Es schloss sich also an den die Kugeln der Flaschen A (Fig 1) verbindenden
Querstab (von der Kugel der Flasche geht erst ein starker
Messingstab durch einen Holzdeckel, dann ein Kupferdrath an die
innere Belegung) unmittelbar ein Kupferdrath bis zum Auslader B an,
und von diesem ging wieder ein Kupferdrath bis F, nur in C D durch
einen Platindrath von gleicher Länge und Stärke wie der Platindrath
in dem Luftthermometer unterbrochen ; ebenso waren in den übrigen
Theilen nur Kupfer- und Platindräthe von derselben Sorte; alle Verbindungen
wurden durch isolirte Quecksilbernäpfe hergestellt und die
Uräthe selbst hingen soweit als nöthig an seidenen Fäden. Vor Beginn
der Untersuchung musste zunächst das Instrument, dann der Platindrath
nach dem Werthe seiner durch Kupferdrath compeiisirlen Länge
geprüft werden. In dieser Beziehung verweise ich auf meine in
Poggend. Ann. Band 67, p. 468, abgedruckte Abhandlung, in der ich
die compensirten Werthe für denselben 0,ol3 Linien starken Kupferdrath
und denselben 0,081 Linien starken Platindrath mittelst des