Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

22

Partscli.  Bericht  über  den

nocli  den  Umstand  bei,  dass  die  Eisensplitter  an  ihrer  Oberfläche
jene  flimmernden  Blättchen  tragen,  die  das  gediegene  Eisen  von  Arva
auszeichnen.
2.  Die  chemische  Untersuchung  lieferte  Herrn  Molnär  das  überraschende ­
  Resultat,  dass  in  diesem  Eisen  Nikel  enthalten  ist,  also
jener  Bestandteil,  welchen  wir,  wie  sich  Herr  Nendtvich  ausdrückt,
als  charakteristisches  Merkmal  des  Meteor-Eisens  anzusehen  gewohnt
sind.  Herr  Nendtvich  hält  diesen  Umstand  (den  Nikelgehalt  des
Eisens)  für  sehr  wichtig  und  von  grossem  Interesse  für  die  Wissenschaft. ­
  Er  folgert  nun:  da  das  Eisen  von  Olähpian  unzweifelhaft  tellurischen
  Ursprungs  ist,  dasselbe  aber  Nikel  enthält,  so  wird  das
Criterium  des  kosmischen  Ursprungs  der  auf  der  Oberfläche  unserer
Erde  gefundenen  Gediegen-Eisen-Massen  aufgehoben,  und  es  dürfte
daher  vieles  Eisen,  welches  bisher  für  meteorisch  gehalten  wurde,
namentlich  das  bei  Arva  in  Ungern  gefundene  ,  kein  solches  sein.
3.  Der  Olälipianer  Sand  ist  noch  in  einer  anderen  Beziehung
von  hohem  Interesse.  Herr  Molnär  hat  nämlich  darin  Blättchen  und
kleine  Flimmer  gefunden,  die  nach  der  chemischen  Reaction  alle
charakteristischen  Merkmale  von  Platin  an  sich  trugen.  Es  sei
dadurch  die  alte  Vermuthung,  dass  Siebenbürgen  Platin  besitze,  zur
Wahrheit  geworden.
Am  Schlüsse  seines  Aufsatzes  fügt  Herr  Nendtvich  noch  die
Äusserung  hei,  dass  es  interessant  wäre,  die  Beziehungen  auszumitteln,
  in  welchen  der  Sand  von  Olähpian  zu  dem  der  Seifenwerke  des
Urals  steht;  in  beiden  habe  man  nun  Gold,  Platin  und  Eisen  gefunden.
Auch  wäre  es,  wie  er  meint,  wünschenswert]),  das  gediegene
Eisen  zu  untersuchen,  das  in  Gesellschaft  mit  dem  Platin  im  Ural
gefunden  wird,  indem  zu  vermuthen  ist,  dass  es,  gleich  dem  von
Olähpian,  Nikel  enthalte.
Ihr  Berichterstatter  hat  nun  die  Pflicht,  seine  Ansicht  über
diese  scheinbar  sehr  interessanten  Mittheilungen  anzusprechen.  Vor
allem  muss  er  bemerken,  dass  es  nicht  möglich  ist,  über  Untersuchungen ­
  abzuurtheilen,  deren  materielle  Ergebnisse,  hier  das
gediegene  Eisen  und  Platin,  der  Beurtheilung  nicht  vorliegen.  Das
erstere,  nämlich  das  gediegene  Eisen  betreffend,  hält  man  sowohl
in  Olähpian  als  auch  am  Ural,  das  in  dem  gewaschenen  Goldsande
vorkommende  metallische  Eisen  für  künstliches.  Gustav  Rose
sagt  darüber  in  seiner  Reise  nach  dem  Ural  (Bd.  1,  S.  161):  „Wer
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.