318 Knochenha u e r. Veränderungen
lang geht. Mit einem Theile DE dieses Schliessungsdrathes ist
aber eine zweite isolirte Batterie K (hier ebenfalls aus 2 Flaschen)
in der Weise verbunden, dass von D aus ein Drath nach der innen),
voll E ein anderer nach der äussern Belegung hinführt und mit diesen
in guter metallischer Verbindung steht. Erfolgt jetzt die Entladung,
so entsteht nicht nur in ABCDEF ein Strom, sondern ein eben
solcher tritt auch in DK1GE auf, und zwar dergestalt, dass man
den ganzen Schliessungsdrath in drei besondere Theile zerlegen
kann, in denen sich bei sonst gleichbleibenden Verhältnissen die einzelnen
Abschnitte ohne Störung des Erfolges nach Belieben versetzen
lassen, während jede Versetzung von Dräthen aus einem Theile in
den andern Veränderungen herbeiführt. Die so zu einander gehörigen
Dräthe mit durchweg gleichen Strömen in sich sind: 1) Die
Dräthe AB CD und EF zusammen als einer genommen, der als
Schliessungsdrath der Hauptbatterie A mit H bezeichnet werden
möge; 2) die Dräthe DK und EI ebenfalls als einer zusammengenommen,
der als Schliessungsdrath der Neben batterie K mit N
benannt werden soll; 3) der beiden Batterien gemeinsame Drath
DE, der Mitteldrath Mheisse.
$. 3. Zur Untersuchung dieser elektrischen Ströme stehen uns
nach unsern jetzigen Kenntnissen nur zwei Mittel zu Gebote, das
Luftthermoineter und der Funkenmesser; ich habe beide in Anwendung
gebracht, doch vornehmlich das erstere Instrument, weil es in
diesem complicirten Falle zu zuverlässigem Zahlen führt. Um indess
jedenfalls die Theile des Schliessungsdrathes so einfach als möglich
zu halten, habe ich dem Luftthermometer eine von der gewöhnlichen
Form etwas abweichende Einrichtung gegeben. Ein etwa 8 Zoll
langer und 3 Zoll weiter, auf 4 Zoll hoben gläsernen Stützen horizontal
liegender Glascylinder A (Fig. 2) ist an beiden Seiten zu l J /a Zoll
langen und 1 l / k Zoll weiten Hälsen zusammengezogen, und mit luftdicht
sehliessenden Metallfassungen versehen; durch diese gehen
etwa 3 Linien weite Löcher, die wieder mit starken Schraubenköpfen
geschlossen werden, in welchen kürzere gläserne Röhren mit Capillarötfnungen
luftdicht eingefügt sind. Durch beide Röhren zieht man
mitten durch den Cylinder einen straff ausgespannten Platindrath,
dessen beide Enden D un4 E in isolirte mit Quecksilber gefüllte
Näpfe ausgehen, und der darauf in den gläsernen Röhren nach
vorsichtiger Erwärmung derselben eingekittet wird. Am untern