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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

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H  a  i  d  i  n  g  e  r.  Flächen  Schiller

von  welchem  übereinstimmend  mit  der  oben  angezeigten  Lage  die
uothen  in  der  Richtung  der  Axe,  die  grauen  senkrecht  auf  dieselbe
polarisirt  sind.
In  den  mineralogischen  Werken  findet  man  verschiedene  Farben-Angahen
  für  den  Hypersthen,  z.  B.  in  Mobs,  von  Zippe  S.  231:
„Farbe  graulich-  und  grünlich-schwarz;  auf  den  vollkommenen
Theilungsflächen  in  mehreren  Varietäten  fast  kupferroth;”  in  Hausmann ­
  S.  493:  „Tomhakbraun  mit  einem  Stich  in  das  Kupferrothe;
pechschwarz,  graulich-,  grünlich-schwarz,  schwärzlichgrün.”  Diese
Angaben  werden  ganz  aus  dem  Bereiche  des  Ungewöhnlichen  gezogen, ­
  seitdem  das  Vorkommen  des  Pleochroismus  nachgewiesen  ist.
Hier  nur  ist  es  möglich,  dass  ein  einziges  Individuum  je  nach  der
Richtung  in  welcher  es  betrachtet  wird,  zweierlei  Farben  zeigt,  die
rotlie  und  die  graue.  Der  scheinbar  m  et  all  ähnliche  Perlmutterglanz ­
  wird  gleichfalls  auf  diejenige  Erscheinung  zurückgeführt,
welche  überhaupt  Perlmutterglanz  hervorbringt,  die  Zurückstrahlung
von  auf  einander  liegenden  Blättchen.
Wenn  man  einen  feinen  Splitter  von  Hypersthen  in  verticaler
Stellung  durch  die  dichroskopische  Loupe  betrachtet,  so  ist  das  untere
extraordinäre  Bild,  so  wie  es  oben  als  Farbe  der  Hauptaxe  angegeben
wurde,  grau,  höchstens  mit  einem  wenig  grünlichen  Stich.  Das
Grau  ist  sehr  dunkel,  fast  schwarz.  Lichtere  Töne  von  Grau  kommen
in  vielen  Abänderungen  des  Augites  vor,  dem  der  Hypersthen  doch
nach  den  neuesten  Forschungen  in  Einer  Species  angereiht  werden
muss.  Aber  das  Verhältniss  der  Farbe  wird,  wie  in  so  manchen  andern
Mineraispeeies,  durch  den  Oxydationszustand  und  die  Menge  der  darin
enthaltenen  Bestandtheile  des  Eisens  und  des  Mangans  hervorgebracht.
Die  Farbentöne  verdienen  daher,  besonders  bei  der  Beurtheilung  der
chemischen  Analysen,  beachtet  zu  werden.  Die  neueste  Analyse  des
Hypersthens  von  Labrador,  von  Damour  (Ann.  des  mines,  4.  S.
V.  159.  Hausmann  Handb.  2.  Aufl.  493)  gibt  folgende  Bestandtheile:

Kieselsäure  51-36
Thonerde  0‘37
Talkerde  21-31
Kalkerde  3-09
Eisenoxydul  21-27
Manganoxydul  1-32
ipm
            
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