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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

die  Reise  von  II  a  u  er  und  II  örne  s.

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schon  vorhanden,  Berichte,  Zeichnungen,  Durchschnitte  sind  vorräthig.
  Ferdinand  Römer  und  Girard  machen  die  Revisionsreisen.
Die  geologische  Aufnahme  des  linken  Rheinufers  ist  vollendet.  Die
Beobachtungen  werden  vorläufig  auf  die  Preussische  Generalstabs-Karte,
  Massstab:  1:80.000  eingetragen.  Über  die  Herausgabe  ist
noch  nichts  festgesetzt.
Herr  Römer,  der  so  eben  aus  Amerika  zurückgekehrt  ist,  und
sich  in  Bonn  habilitirt,  theilte  interessante  Nachrichten  über  die  geologischen ­
  Arbeiten  in  den  Vereinigten  Staaten  mit.  Beinahe  alle  haben
geologische  Untersuchungen  auf  Staatskosten  durch  eigene  Staatsgeologen ­
  anstellen  lassen.  Vanuxem,  Hall  und  andere  treffliche
Geognosten  wirken  z.  ß.  in  Ncw-York.  Die  geologische  Karte  dieses
Staates  ist  vollendet.  Siebzehn  Quartbände  enthalten  die  Beschreibung ­
  des  Landes,  mit  allen  geologischen  Daten.  Hall  bearbeitet  die
Paläontologie.  Ein  sehr  starker  Quartband,  mit  zahlreichen  Tafeln,
ist  bereits  veröffentlicht,  mit  den  Fossilien  des  untern  sibirischen
Systems.  Die  Unternehmung  für  New-York  kostet  bereits  70.000
Dollars  (140.000  Gulden  Conv.  Münze),  und  diese  Summe  wird  durch
eine  freiwillige  Steuer  der  Bürger  von  New-York  aufgebracht.
Auch  in  Belgien  sind  Arbeiten  für  eine  geologische  Karte  durch
Professor  Dumout  in  Lüttich  bereits  seit  zehn  Jahren  im  Gange,  die
Arbeit  ist  so  gut  als  vollendet,  so  dass  die  Herausgabe  für  das  Jahr
1849  erwartet  wird.
Die  Reisenden  gaben  auch  Nachrichten  über  mehrere  von  ihnen
genauer  durchgenommene  Sammlungen,  die  hier  nur  ganz  kurz  erwähnt
werden  mögen.  Die  des  Professors  Gl  ocker  und  die  der  Universität
inBreslau,  die  königlichen  Sammlungen,  die  des  königlichen  Oberberganües,
  die  der  Herren  Dr.  Ewal  d,  und  des  Herrn  Brücke  in  Berlin.
Leider  waren  weder  Herr  v.  Humboldt  noch  Herr  v.  Buch  in  Berlin
anwesend.  Ferner  die  reiche  Gold  fuss’sche  Petrefactensammlung
in  Poppelsdorf  bei  Bonn,  die  Sammlung  des  Herrn  De  Köninck  in
Lüttich,  der  Herren  Henckelius  und  Bosquet  in  Maestricht,
des  Herrn  Nyst  in  Löwen,  de  Wael  in  Antwerpen.
Paris  macht  natürlich  in  wissenschaftlicher  Beziehung  eine  Welt
nus.  Leider  waren  besonders  in  dem  augenblicklichen  wissenschaftlichen ­
  Verkehr  durch  die  politischen  Ereignisse  grosse  Störungen
eingetreten.  Doch  konnten  die  Reisenden  theils  die  unmittelbaren
Mittheilungen  der  Fachmänner,  theils  die  reichen  Sammlungen
Sitzb.  d.  malhem.-naturw.  CI.  1.  Bel.  20
            
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