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den besuchten Orten, tlieils auf geologisclie Untersuchungen beziehen,
die sie selbst anzustellen Gelegenheit fanden.
In Breslau hat Herr Professor Glocker seit Jahren mit dem
grössten Eifer daran gearbeitet, die geologische Beschaffenheit von
Mähren und Schlesien zu erforschen. Seine Arbeiten werden also
künftig sehr wichtig sein, wenn es dazu kommt, die Karten dieser
Länder zu entwerfen. Er hat sowohl die Geologie, als auch insbesondere
die Paläontologie dabei ins Auge gefasst, besitzt viele werthvolle
Notizen, und ist schon nahe daran das Ganze abzuschliessen, doch
ist noch die Art der Herausgabe nicht festgesetzt. Herr Professor
Glocker beabsichtigt im Herbste nach Wien zu kommen.
Den Reisenden wurde in Berlin die Gelegenheit eröffnet, die auf
Staatskosten unternommenen Arbeiten zur Herstellung einer geognostisehen
Karte von Preussisch-Schlesien zu sehen. In Bonn sahen sie
ebenfalls viel Wichtiges in dieser Beziehung bei Herrn von Dechen,
auf dessen Antrag jene Karte vor etwa sechs Jahren begonnen worden
war. Nebst den Daten der Bergämter, bereisen die Professoren
Gustav Rose und Beyrieh in den Herbstferien jedes Jahres verschiedene
Tlieile des Landes, und man ist bereits so weit, dass die
Einleitungen zur Herausgabe schon gemacht sind. Die westliche
Grenze der Karte ist der Meridian von Görlitz, die östliche der von
Neisse; sie schliesst also beinahe ganz an die schöne Naumann’sche
Karte von Sachsen an. Nördlich reicht sie drei Meilen über Görlitz
südlich eine halbe Meile über Mittelwalde hinaus. Sie umfasst des
Granites wegen, den Gustav Rose mit so vieler Beharrlichkeit studirt
hat, einen beträchtlichen Theil von Böhmen. Sie wird in neun Blättern
herausgegeben, Massstab 1:100.000. Die nordwestlichen drei
Blätter 1, 2 und 4 werden noch dieses Jahr erscheinen. Es wird für
die Herausgabe eine eigene Karte gestochen, und zwar hat die Kartenhandlung
Schropp dieselbe mit Contract übernommen. Für die an
Preussen grenzenden Tlieile von Böhmen liegen keine guten Karten
vor, vielleicht würde für die Mittheilung solcher Daten, die bei uns
vorliegen, aber noch nicht pubiieirt sind, die kaiserliche Akadende der
Wissenschaften in Wien eine günstige Vermittlung einleiten können.
Herrn Professor Gustav Ros e’s Besuch in Wien wird für diesen
Herbst angekündigt.
Herr von Dechen hat auch bereits die wichtigsten Vorarbeiten
für eine Karte der Rheinprovinzen vollendet. Viele Arbeiten sind