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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

neue  Gattung  von  Poecilien.

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Der  Rumpf  sammt  Stirne,  Wangen  und  Deckeln  wird  wie
gewöhnlich  von  verhältnissmässig  grossen  Schuppen  bedeckt;  die
Milteireihe  enthält  deren  29  vom  Kopfe  bis  zur  Schwanzflossenbasis,
worauf  noch  3  —  4  auf  den  Strahlen  selbst  liegende  folgen.  Beinahe
alle  Schuppen,  besonders  die  gegen  den  Rücken  zu  liegenden,  haben
eine  kleine  Porenhöhle  im  Centralpunkte  ihrer  ziemlich  groben  concentrischen
  Ringe;  an  keiner  sind  auf  tler  halbscheibenförmigen  unbedeckten ­
  Fläche  Radien  bemerkbar,  deren  nur  nach  dem  vorderen
bedeckten  Theile  8  —10  auslaufen.  Drei  horizontale  Schuppenreihen
liegen  über  der  Mittelreibe  bis  zur  Rückenflosse  und  drei  darunter
bis  zur  Afterflosse.
Im  Allgemeinen  ist  die  Farbe,  an  Exemplaren  im  Weingeist,
hellbraun.  Jede  Schuppe,  mit  Ausnahme  jener  in  den  unteren  Bauchreihen,
  hat  in  der  Mitte  einen  stehenden  halbmondförmigen  schwarzbraunen ­
  Fleck;  ein  grösserer  rundlicher  liegt  am  oberen  Winkel  des
Kiemendeckels  über  den  Brustflossen  und  ein  noch  grösserer  ganz
schwarzer  an  jeder  Oberseite  des  Schwanz-Endes.  Alle  Flossen
scheinen  ungefärbt,  nur  die  Rückenflosse  allein  ist  auf  ihrer  Membrane ­
  mit  drei  parallelen  Horizontalreiben  schwarzer  Punkte  besetzt.
Junges  Weibchen.
Gleicht,  der  Körperform  nach  ganz  dem  jungen  Männchen,  nur
dass  sein  Schwanz  schlanker  ist  und  weniger  hoch.  Die  Rückenflosse
beginnt  etwas  nach  der  Körpermitte  und  ihre  Basis  ist  nur  so  lang
wie  der  Kopf.  Senkrecht  unter  dem  3.—  4.  Strahle  dieser  Flosse
fängt  erst  die  Afterflosse  an,  die  mithin,  wie  an  allen  Weibchen  dieser
ausgezeichneten  Gattung,  viel  weiter  rückwärts  steht  als  an  ihrem
Männchen.  Sie  enthält  2  getheilte  und  7  ungetheilte  ganz  gewöhnliche ­
  Strahlen,  ist  stumpf  abgestutzt,  so  dass  die  vorderen  und  längsten ­
  derselben  kaum  eine  halbe  Kopflänge  übertreffen  und  niedergelegt
  nicht  viel  über  die  ganze  Flossenbasis  hinausreichen.  Die
sehr  kurzen  Bauchflossen  liegen  um  zwei  Augendiameter  vor  den
Afterflossen,  und  bedecken  zurückgelegt  diesen  Zwischenraum  nur
zur  Hälfte;  dabei  aber  sitzen  sie  doch  in  einem  grösseren  Abstande
vom  Schultergürte]  als  bei  den  Männchen,  mit  welchen  sie  in  allem
Übrigen,  sowohl  in  Schuppenzahl  als  Färbung  Übereinkommen.
Das  Wiener  Museum  besitzt  ein  Männchen  und  drei  Weibchen,
wovon  keines  die  auf  der  Tafel  dargestellte  Grösse  übertrifft.
            
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