296 Heckei. über eine
zweiten Strahle zuerst hervor, ohne dass der vierte Strahl noch jene
Dicke erreicht hat, welche zu einer löffelförmigen Aushöhlung erforderlich
ist. Die drei nachfolgenden kurzen Strahlen sind verhältnissmässig
länger, erscheinen am Ende ein klein wenig gespalten
und nicht so meisseiförmig breit. Sie scheinen mit dem Alter des
Fisches, während die vorderen Strahlen sich ausbilden und an Länge
zunehmen, im Gegentheile abgerieben breiter und steifer zu werden.
Der zweite Unterschied liegt in der ebenfalls nicht ausgewachsenen
Verlängerung der unteren Schwanzflossenstrahlen , die an unserem
Exemplare kaum doppelt so lang als die Strahlen der Mitte sind.
Endlich weicht die Farbenzeichnung dahin ab, dass sie, gerade wie
bei manchen Vögeln, mit jener des alten Weibchens nahe übereinstimmt.
Es fehlen nämlich die beiden Längestreifen über und unter
dem mittleren Hauptbande.
Altes Weibchen. Taf. VIII. Fig. 3.
Das alte Weibchen ist der ganzen Körpergestalt nach viel
breiter oder vielmehr höher, was besonders daher rührt, weil die
Bauchseite sich weiter abwärts senkt. Die grösste Körperhöhe macht
beinahe den dritten Theil der Länge (ohne Schwanzflosse) aus.
Rücken- und Afterflosse sitzen beide weiter rückwärts. Erstere
beginnt gerade in der Mitte des Körpers, ihre Strahlen sowohl, wie
die Basis welche sie einnehmen, sind etwas kürzer als die Kopflänge,
der obere Rand ist ebenfalls horizontal. Die Afterflosse fängt ein
wenig vor der Mitte der Rückenflosse und zwar um zwei Augendiameter
hinter den Bauchflossen an; ihre Basis erscheint dadurch
etwas länger als am Männchen, weil die Flosse, ohne alle Besonderheiten,
nur eine ganz gewöhnliche schief abgestutzte Gestalt hat,
so dass die durchNichts ausgezeichneten Strahlen des Vorderrandes
bloss zweimal die Basislängo enthalten. Sie besteht aus drei ungetheilten.und
sieben getheilten Strahlen, zählt also um drei Strahlen
mehr als die so eigenthümlich organisirte Flosse des Männchens.
Die Bauchtlossen sind gleichfalls viel kürzer als an jenem, nur %
der Kopflänge gleich und reichen zurückgelegt bloss bis zum Anfänge
der Afterflossenbasis, wo ebenso die Analöffnung liegt. Die
Brustflossen bieten keinen Unterschied dar und die Schwanzflosse
ist ganz einfach abgerundet ohne vorspringende Spitze. In der Färbung
weichen die Weibchen dadurch von den Männchen ab, dass sie