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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1. Band, (Jahrgang 1848)

296  Heckei.  über  eine
zweiten  Strahle  zuerst  hervor,  ohne  dass  der  vierte  Strahl  noch  jene
Dicke  erreicht  hat,  welche  zu  einer  löffelförmigen  Aushöhlung  erforderlich ­
  ist.  Die  drei  nachfolgenden  kurzen  Strahlen  sind  verhältnissmässig
  länger,  erscheinen  am  Ende  ein  klein  wenig  gespalten
und  nicht  so  meisseiförmig  breit.  Sie  scheinen  mit  dem  Alter  des
Fisches,  während  die  vorderen  Strahlen  sich  ausbilden  und  an  Länge
zunehmen,  im  Gegentheile  abgerieben  breiter  und  steifer  zu  werden.
Der  zweite  Unterschied  liegt  in  der  ebenfalls  nicht  ausgewachsenen
Verlängerung  der  unteren  Schwanzflossenstrahlen  ,  die  an  unserem
Exemplare  kaum  doppelt  so  lang  als  die  Strahlen  der  Mitte  sind.
Endlich  weicht  die  Farbenzeichnung  dahin  ab,  dass  sie,  gerade  wie
bei  manchen  Vögeln,  mit  jener  des  alten  Weibchens  nahe  übereinstimmt. ­
  Es  fehlen  nämlich  die  beiden  Längestreifen  über  und  unter
dem  mittleren  Hauptbande.
Altes  Weibchen.  Taf.  VIII.  Fig.  3.
Das  alte  Weibchen  ist  der  ganzen  Körpergestalt  nach  viel
breiter  oder  vielmehr  höher,  was  besonders  daher  rührt,  weil  die
Bauchseite  sich  weiter  abwärts  senkt.  Die  grösste  Körperhöhe  macht
beinahe  den  dritten  Theil  der  Länge  (ohne  Schwanzflosse)  aus.
Rücken-  und  Afterflosse  sitzen  beide  weiter  rückwärts.  Erstere
beginnt  gerade  in  der  Mitte  des  Körpers,  ihre  Strahlen  sowohl,  wie
die  Basis  welche  sie  einnehmen,  sind  etwas  kürzer  als  die  Kopflänge,
der  obere  Rand  ist  ebenfalls  horizontal.  Die  Afterflosse  fängt  ein
wenig  vor  der  Mitte  der  Rückenflosse  und  zwar  um  zwei  Augendiameter
  hinter  den  Bauchflossen  an;  ihre  Basis  erscheint  dadurch
etwas  länger  als  am  Männchen,  weil  die  Flosse,  ohne  alle  Besonderheiten, ­
  nur  eine  ganz  gewöhnliche  schief  abgestutzte  Gestalt  hat,
so  dass  die  durchNichts  ausgezeichneten  Strahlen  des  Vorderrandes
bloss  zweimal  die  Basislängo  enthalten.  Sie  besteht  aus  drei  ungetheilten.und
  sieben  getheilten  Strahlen,  zählt  also  um  drei  Strahlen
mehr  als  die  so  eigenthümlich  organisirte  Flosse  des  Männchens.
Die  Bauchtlossen  sind  gleichfalls  viel  kürzer  als  an  jenem,  nur  %
der  Kopflänge  gleich  und  reichen  zurückgelegt  bloss  bis  zum  Anfänge ­
  der  Afterflossenbasis,  wo  ebenso  die  Analöffnung  liegt.  Die
Brustflossen  bieten  keinen  Unterschied  dar  und  die  Schwanzflosse
ist  ganz  einfach  abgerundet  ohne  vorspringende  Spitze.  In  der  Färbung ­
  weichen  die  Weibchen  dadurch  von  den  Männchen  ab,  dass  sie
            
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