294
Heckei. Über eine
und der Doppelsäge wird vom vierten löffelförmigen, der sich ganz
eigentümlich umwendet, in der Art überdeckt, dass seine Höhlung
nach vorwärts gerichtet ist und sein Haken mit jenem des zweiten
Strahles parallel steht, dahei wickelt sich die aus der Mitte des
Löffels kommende Membrane um die halbe Peripherie ihres Strahles
und zieht den anhängenden fünften mit sich, der viel kürzer ist und
durch seine ungeteilte Meisselfläche den Rücken des vierten stützt;
ebenso stützt auch der sechste den fünften und der siebente den
sechsten, so dass die drei kurzen Strahlen gleichsam einen schiefen
Strebepfeiler gegen die langen bilden. Noch kommt zu bemerken,
dass der dritte lange Strahl, welcher allein gespalten ist, etwas
zurück weicht und zwischen dem zweiten und darüber liegenden
vierten einen Kielraum darstellt, dessen Tiefe gleichfalls gezähnelt
ist; gerade als sollte die niedergelegte kleine Afterflosse des Weibchens
darin aufgenommen werden. Wir haben an Knochenfischen
bisher nie eine ähnliche Bildung wahrgenommen.
Die Bauchflossen sitzen um einen Augendiametcr vor der
Afterflosse, das Ende ihrer Anheftung fällt senkrecht unter den
ersten Rückenflossenstrahl. Sie sind schmal und zugespitzt, jede
besteht aus einem kurzen ungetheilten und fünf getheilten Strahlen,
wovon der längste der ganzen Kopflänge gleicht und zurückgelegt
beinahe die Spitze der gleichfalls zurückgelegten Afterflosse erreicht.
Der hinterste Strahl ist rückwärts durch eine Membrane mit
dem Bauche verbunden, und zwischen beiden Bauchflossen schiebt
sich die Beschuppung als ein runder Lappen ein.
Die Brustflossen sind abgerundet und reichen bis über den Anfang
der Rückenflosse zurück.
Sehr ausgezeichnet ist die ebenfalls abgerundete Schwanzflosse,
aus deren unteren Theile vier Strahlen zu einer spitzen, schwertförmigen
Klinge verbunden, weit hervorragen. Sie enthält im Ganzen
15 getheilte Strahlen, wovon zwei zu jener Klinge gehören. Unter
diesen folgen acht ungetheilte, davon zwei abermals die Klinge
bilden helfen, und die übrigen sechs sich stufenweise verkürzen.
Die oberen Stützenstrahlen, gleichfalls acht, sind wie gewöhnlich
verkürzt.
Die Schuppen erscheinen verhältnissmässig ziemlich gross und
bedecken, wie an allen Poecilien, den ganzen Kopf und das erste
Viertheil der Schwanzflosse: ihr freier Rand ist stark abgerundet